Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

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Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Coastcruiser » 06 Okt 2019 18:39

Es gibt leider nur einen alten thread, auf 2008, der "im Nichts" endet...
Hab heut festgestellt, die Anlasserkupplung versagt zunehmend, insbesondere kalt. Fühlt sich an, als ob Batterie tot wär, oder irgendetwas "bremst", dann kommt er wieder frei und Anlasser dreht weiter, hat aber Mühe...
Da kann man offenbar nichts reparieren muss im ganzen neu, oder wie??
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von andreasullrich » 06 Okt 2019 19:55

Das hatte ich erst vor kurzen.

Der Startknopf.

Baue den Starterschalter ab und öffne diesen. Vorsicht beim zerlegen, einige Kleinteile und Federn sind da drinnen. Säubere alle Kontakte mit Schleifpapier oder Messingbürste und baue diesen wieder zusammen. Danach probiere es nochmals.
Bei mir ging es danach hervorragend.
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Dennis » 06 Okt 2019 20:01

Hi,

klingt eher nach schlapper Batterie...

Ist der Autodeko korrekt eingestellt? Das was da bremst kann auch die normale benötigte Kompression sein.

Hast Du mal versucht mit dem Auto zu überbrücken? Dreht der Anlasser dann besser?

Gruß
Dennis
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von deFlachser » 07 Okt 2019 06:56

Dennis hat geschrieben:
06 Okt 2019 20:01
klingt eher nach schlapper Batterie...
Das denke ich auch, war zumindest das Problem der SP45 meines Sohnes.
Da würde ich als erstes nachschauen bevor Du alles auseinander reist.
Die Batterie hatte im Leerlauf volle Spannung, unter Last ist sie dann zusammengebrochen.

Gruß Stefan
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Coastcruiser » 07 Okt 2019 23:30

Der Startknopf isses nicht, der ist Tiptop.
Die Batterie auch nicht, die ist neu.
Mit Autobatterie hab ich nicht probiert, ds die Batterie genug Saft für zig Versuche hat.
Ab dem ersten, wenn kalt, treten diese Symphtome auf, Anlasser setzt aus, es zieht allen Saft weg, dann kommts wieder. Auch beim abstellen (warm), gibts am Ende einen Schlag, den ja eigentlich die Rutachkupplung auffangen sollte?
In letzter Zeit wird das immer stärker.
Was ist Autodeko und wie kann man da etwas einstellen??
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Coastcruiser » 07 Okt 2019 23:57

Hab mich gerade nich mal bissel belesen und werde auch dem Anlasser noch mal auf den Zahn fühlen. Möglicherweise klemmt da eine Kohle, oder sowas...
Allerdings, wenn Motor warm, gibts keine Anlass-probleme!
Batterie zur Vorsicht auch noch mal prüfen...
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von deFlachser » 08 Okt 2019 06:02

Überprüfe auch mal die Anschlüsse des Anlassers. Vielleicht gibts hier durch Gammel oder lose Kontakte Probleme.
Hier fließt ja richtig viel Strom.

Gruß Stefan
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Coastcruiser » 08 Okt 2019 20:44

Hab heute festgestellt, das wohl doch die Batterie ursächlich sein wird. Mit Fremdstrom von Autobatterie gibts keine Aussetzter.
Die Batterie (Nickel) ist gad 3 Monate alt, von Polo...
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Dennis » 08 Okt 2019 21:45

Hi,

die Erfahrungen mit günstigen Batterien habe ich persönlich auch gemacht. Ich fahre und starte bisher sehr gut mit YUASA Batterien.

Gruß
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Motzkeks » 09 Okt 2019 06:33

Ich täte dann erst mal prüfen ob da nicht ein Kriechstrom die Batterie leersaugt.
Coastcruiser hat geschrieben:
08 Okt 2019 20:44
Die Batterie (Nickel) ist gad 3 Monate alt, von Polo...
Mit dem Nickel kann ich nix anfangen, soll das die Marke sein? Die DRs haben ne relativ hohe Ladespannung, damit kommt nicht jeder Batterietyp klar.
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von deFlachser » 09 Okt 2019 07:06

Motzkeks hat geschrieben:
09 Okt 2019 06:33
Ich täte dann erst mal prüfen ob da nicht ein Kriechstrom die Batterie leersaugt.
Coastcruiser hat geschrieben:
08 Okt 2019 20:44
Die Batterie (Nickel) ist gad 3 Monate alt, von Polo...
Mit dem Nickel kann ich nix anfangen, soll das die Marke sein? Die DRs haben ne relativ hohe Ladespannung, damit kommt nicht jeder Batterietyp klar.
Ich vermute mal er meint eine NiFe (Nickel-Eisen) Säurebatterie. Die sind i.d.R. recht robust aber halt nicht wartungsfrei und können auslaufen.
Dafür sind sie unempfindlich gegen Überladung und Tiefentladung, haben also durchaus auch ihre Vorzüge :D .

Der Kriechstrom ist allerdings ein guter Hinweis :wink: . Wir hatten es auch vor kurzem hier im Forum mit zwar neuer aber defekter Batterie.
Finde den Thread leider nicht auf die Schnelle.

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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Claus » 26 Okt 2019 16:09

Was ich bei V2 Motoren von Suzuki und Yamaha schon sehr oft gesehen habe: Der Pin, auf dem das Zwischenzahnrad zwischen Startermotor und Starterfreilauf sitzt, macht seine Bohrung im Motorgehäuse oval. Das passiert durch zu untertourigen Leerlauf und durch das Zurückschlagen des Anlasserfreilaufs beim Abstellen des Motors.

Es äußert sich durch unwilliges Anspringen bei kaltem Motor, auch bei voller Batterie. Mit Starthilfe ist alles ganz normal.Der Zustand wird zunehmend schlimmer, nach einer Zeit geht der Starter davon kaputt, weil er zu schwer arbeiten muß (das Zwischenzahnrad kann durch das Ovale Loch des Pins etwas ausweichen und der Startermotor verklemmt sich dadurch leicht.) Bei warmem Motor ist das unauffällig.Kalt macht der Starter nach einer Zeit mahlende Geräusche (beginnender Lagerschaden des Startermotors)

Beim ersten Fall habe ich das noch nicht gewusst und den Starter ausgetauscht, der so zerschlagen war, daß er sich nicht witschaftlich reparieren ließ. Ein paar Monate Später dasselbe Problem. Da hab ich den Deckel runter genommen und das Problem gefunden (war ne VZ 800 Marauder).

Abhilfe: Einen Pin anfertigen, der dort dicker ist, wo er im Motorgehäuse sitzt, und auf Länge des Zahnrades und im Deckel das Originalmaß hat. Material 42CrMo4 (Werkstoffnummer 1.7225), auf ganzer Länge das dickere Maß nehmen (je nach Verformung des Loches, Übermaß 0,003mm pro mm Durchmesser), zum induktiven Härten geben (63 bis 65 Rockwell) und danach die genauen Maße auf der Drehmaschine mit einem CBN.Einsatz auf maß drehen (CBN ist eine Art Kunstdiamant, mit dem man gehärtete Teile bearbeiten kann.)
Dieser Pin wird in die Bohrung eingeschrumpft. Die Stelle am Motor wird mit dem Propangasbrenner auf 140 bis 150°C angewärmt und der Pin im Gefrierfach auf -20°C gebracht. Beim Einsetzen hat man genau einen einzigen Versuch und das muß sofort klappen. (hab ich bisher immer geschafft, ich hab dabei aber immer geschwitzt, ob ich es nicht verkante).

Jetzt ist der Pin fest im Motor und geht auch nie wieder kaputt. Ist hat ein ziemlicher Akt und kostet etwas über 100 Euro, man muß das Härten bezahlen und CBN drehen kann auch nicht jeder selber.
Die Alternative ist ein neues Motorgehäuse.

Ich will niemandem Angst machen. Aber wenn der Fehler nicht gefunden werden kann, sollte man mal den Sitz des Pins prüfen.
wohin du gehst, da bist du dann...

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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von deFlachser » 26 Okt 2019 17:16

Hey Claus,

das hört sich aber nicht so gut an :shock:.
Haste vielleicht mal Bildchen von den Pinökeln mit vorher /nachher?
Weißt doch, Bilder sagen mehr als tausend Worte :wink:.
100 Taler sind wahrscheinlich immer noch günstiger als ein neues Gehäuse. Und hält dann wohl auch auf Dauer :D.

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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Claus » 26 Okt 2019 17:29

Bilder hab ich damals schon gemacht, ist aber länger her und ich hatte zwischendurch mal einen Festplattencrash.

Bei Alpha Sports im Teilekatalog 1995 SUZUKI DR650SE Dualsport - STARTER CLUTCH (MODEL R/S) Teil 5

Bei den Marauder-Dingern hab ich mir irgendwann mal 10 Stück gedreht und härten lassen, damit ich sie nur auf Maß drehen musste. So oft kam das vor und inzwischen sind die alle verkauft/eingebaut.

Wie gesagt: Muß ja auch nicht sein. Aber bevor man sich den Wolf sucht und 5 Batterien und zwei Starter kaputt grillt, dachte ich, den Tipp könnt ich mal geben.(Falls nix anderes hilft)
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Re: Anlasserkupplung SP43B (92er RSE)

Beitrag von Motzkeks » 26 Okt 2019 18:33

Deine Mühe in allen Ehren; nur ist die DR kein V2.

Ausgeschlagenes Startergetriebe wäre ein außerordentlich ungewöhnliches Problem bei den DR-Motoren. Gegen das "Zurückschlagen" des Kolbens gibts die Rutschkupplung im Startergetriebe.
Erst als Suzuki das Teil aus Kostengründen mal wegrationalisierte (SP46, 1998) flogen den Leuten die Motordeckel und -gehäuse um die Ohren, bekannt als Engine Grenade. Die VZ hat das Ding nicht, da walten andere Kräfte. Der zweite Kolben bremst da ja auch. :wink:

Wäre mal interessant vom TE zu erfahren, was denn nun das eigentliche Problem war.
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