Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

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Oette
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Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von Oette » 09 Nov 2019 14:14

Hallo zusammen,

Ich habe mich für diesen Winter mal der DR angenommen um ein paar Dinge zu überholen.
Gesagt getan, Motorrad in den Keller geschoben und mal fix alles abgebaut. Nun steht der Rahmen mit Gabel und Felgen auf dem Ständer und mir sind ein paar verdächtige Stellen aufgefallen, an denen der Lack aufgeworfen war.
Da ich sowieso plante, den Rahmen beschichten zu lassen, nahm ich die Drahtbürste zur und Hand und schon ging die Odyssee los. Neben oberflächlichem Rost, der nicht weiter schlimm ist, gab es dann jedoch die stelle am Knotenblech Rahmenheck hinten rechts:
rsz_rost.jpg

Ich habe die DR nun rund 3000 km gefahren und mit 25tkm am Jahresbeginn 2019 übernommen. Das Moped macht mir schon Spaß und ich möchte sie als Reisemobil behalten.
Jetzt ist natürlich die Frage: Austauschrahmen besorgen? Schweißen und Totschweigen?
Abseits des Rahmens sind alle Komponenten in durchaus ordentlichem Zustand.

Hat jemand von euch noch einen guten SP44B Rahmen ohne Durchrostungen, den er mit Brief zum fairen Kurs loswerden wollen würde?

VG

Mathias

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von deFlachser » 09 Nov 2019 14:45

Hi Mathias,

würde das Schweißen lassen. Die Rahmen sind ja alle alt, iss deshalb fraglich ob du einen besseren bekommen kannst.
Der Uli hat seinen auch schweißen lassen, tip, top :D.

Gruß Stefan
Erfahrung verhält sich proportional zur Masse des zerstörten Materials :roll:

Schon gewusst? Zwei Flaschen Wein ersetzen 10 Semester Philosophiestudium :D

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von Motzkeks » 09 Nov 2019 15:02

Definitiv schweißbar. Das Knotenblech ist ja auch nur als Versteifung dran. Rost wegschleifen, ordentlich zuschweißen, Übertrag abschleifen sodass die Fläche wieder eben ist und dann beschichten = wie neu.
I live. I die. I live again!

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von Hasi » 09 Nov 2019 15:43

Wichtig ist, dass die unteren Rahmenzüge nicht durch sind!

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von Claus » 09 Nov 2019 15:48

Seh ich auch so. Für jemanden mit etwas besser ausgerüsteter Garage :mrgreen: wäre es sogar kein Problem, die Gewindebuchse kurz neu zu fertigen und das ganze Blech rauszunehmen und neu einzuschweißen (auf den alten Nahtresten). Sowas ist ca eine Aktion von 2 bis 3 Stunden, alles zusammen.
Einfach kurz zuschweißen nach Entfernung allen Gammels ist in ein paar Minuten erledigt.
Wenn ICH persönlich sowas mache, und den Rahmen eh beschichten lassen will, geb ich ihn erst zum Strahlen, repariere dann die kaputten stellen, danach geht er nochmal zum Strahlen (kostet dann deutlich weniger) und anschließend auf direktem Weg zum Beschichter. So sieht man alle fauligen und beschädigten Stellen, kann alles sauber schweißen, hängt nicht 4 Stunden mit dem Dreikantschaber dran, ohne den Lack richtig aus den Ritzen zu bekommen.
wohin du gehst, da bist du dann...

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von Oette » 09 Nov 2019 18:15

Moin Jungs,

Danke für eure Meinungen.
Generell bin ich bei dem Thema auch relativ entspannt unterwegs und sage immer "wo kein Kläger, da kein Richter".
Schweißgeräte, Drehbank und Fräse stehen in der Werkstatt in der Heimat (500km), werde vermutlich das Blech komplett neu einsetzen. Der ganze Innenraum ist gefüllt mit einer Mischung aus feuchtem Dreck und Rost- das muss alles raus. Insofern werde ich den Rahmen mal Weihnachten zur Stippvisite mitnehmen...

Unterzüge sind tatsächlich total in Ordnung. Insofern wird erst einmal die Rettungsstrategie gefahren.

Ich werde die verdächtigen Stellen zu Hause noch einmal selbst sandstrahlen (kleine Kartusche) und eine Bestandsaufnahme machen. Dann wird das Blech gefertigt und eingeschweißt.

Hatte ja schon öfter mit alten Rahmen zu tun (Honda CB 550 Umbau), aber die Suzuki-Rahmen sind rosttechnisch doch noch einmal eine ganz andere Liga. Da hätte ein bisschen mehr Qualität, insbesondere bei den Nähten auch nicht gefehlt :roll:
Ansonsten hat man ja Spaß mit der DR. Ist ein rüstiges Moped mit Spaßfaktor!

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von Eintopftreiber » 09 Nov 2019 19:25

:shock:

Habe für 70 Öcken einen mit Brief und Kabelbaum bekommen ….

Ist die Frage ob man da was investiert oder gleich einen Austausch beschafft

Der Frankie wird sicher keine Leiche verhökern

Grüße

Jörg
...was annerschwu ä Blummewas des is bei uns ä Dubbeglas...

Hmmmm immer wenn ich rechts drehe wird die Landschaft schneller

:D when nothing goes right go left :D

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von Aynchel » 09 Nov 2019 21:31

moin auch
auf jeden Fall schweißen
jeder gute Schlosser kann das ohne Probleme haltbar instandsetzen
vorausgesetzt er beherscht sein Gewerk

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von DR500 » 10 Nov 2019 00:15

DR400 Rahmen: eine Naht ist auf halben Umfang nicht angebunden. Hat trotzdem 30 Jahre gehalten:
F21BE866-762A-4108-868A-BD92BF960963.jpeg
95B91647-8332-454C-8BA4-0CD7265FABE9.jpeg
Fakt ist, man muss kein begnadeter Schweißer sein um Nähte zu zaubern, die deutlich besser als die Suzuki-Nähte sind —> reparieren.

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von DROldie » 10 Nov 2019 09:03

:shock:
Da höre ich den Amtsschimmel wiehern! Einmal ne Zulassung/Homogolation und schon kann lustig verkauft werden... Da frage ichm ich ob während der Produktion überhaubt mal ne Qualitätskontrolle statt gefunden hat, bzw. was für Ansprüche gestellt wurden!
An meiner 600er GSX F sehen die Nähte teilweise auch gruselig aus mit Schweisspritzern ohne Ende :lol: :lol: :lol:
Ist zwar nen Oldie aber sind die Rahmen seinerzeit noch per Hand gebrutzelt worden oder gabs da schon Schweissroboter? Weiß das einer von Euch? :?
Aber unabhängig von allem, Ich würde das auf jeden Fall auch Schweissen lassen, erst Recht wenn der Rahmen sonst noch OK ist!

Gruß Peter

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von andreasullrich » 10 Nov 2019 09:30

Die Rahmen wurden damals noch alle mit der Hand geschweißt. Schweißroboter für Motorradrahmen aus Stahl-Rundrohr gab es erst viel später....
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Treffen 2018 - Geiselwind (Ein Hammer-Event, Super Leute kennen gelernt) :mrgreen:

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von DR500 » 10 Nov 2019 10:26

In der Automobilindustrie wurden Anfang der 80ger die ersten Schweißroboter eingesetzt, aber die Rundnähte sind für Industrieroboter ne Kampfansage. Aufgrund der relativ kleinen Öffnungen ist von der Zugänglichkeit ziemlich kompliziert, zumindest wenn die Naht in einem Durchgang geschweißt werden soll. Da wäre meiner Einschätzung nach ein zweiter Manipulator notwendig.

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von uli64 » 10 Nov 2019 17:02

Servus!
...jo, wie "deFlachser" bereits erwähnte:
viewtopic.php?t=11448

...ordentlich schweißen lassen, strahlen, pulvern...sieht keine Sau...

...& hält bis jetzt... :roll: :wink: :lol:

Gruß, Uli :mrgreen:
Mein Lieblingsspruch: ..."wenn man mal anfängt"... :roll:
siehe hierzu:viewtopic.php?t=11448
oder das da:viewtopic.php?f=15&t=12300
zum Thema Gabel:viewtopic.php?f=21&t=11132
und der, immer noch:...darf man auch mit Wurstfingern einem Vegetarier die Hand reichen?
Ex- Mopeds:
Suzuki X 1, `80-`82 http://archive.classic-motorbikes.net/i ... y/9747.jpg
Yamaha RD 250, `82-`85 http://classic-motorbikes.net/wp-conten ... /13081.jpg
seit´98: DR 650 Dakar, SP 41 B :mrgreen:

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von DR500 » 10 Nov 2019 18:08

Den DR400 Rahmen war ich schmerzfrei genug und hab den an mehreren Stelle geschweißt. Bei einen von innen auf teilweise Wandstärke 0 durchgerosteten Rahmenunterzug hätte aber auch meine Schmerzfreiheit ein Ende- damit hätte ich kein gutes Gefühl. Das Stück Rohr hätte ich abgetrennt und komplett ersetzt...ist zwar auch nicht die feine englische Art, hätte da aber ein besseres Gefühl.

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Re: Rahmendurchrostung SP 44, was nun?

Beitrag von Aynchel » 11 Nov 2019 08:55

DR500 hat geschrieben:
10 Nov 2019 00:15
DR400 Rahmen: eine Naht ist auf halben Umfang nicht angebunden. Hat trotzdem 30 Jahre gehalten:
F21BE866-762A-4108-868A-BD92BF960963.jpeg
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Fakt ist, man muss kein begnadeter Schweißer sein um Nähte zu zaubern, die deutlich besser als die Suzuki-Nähte sind —> reparieren.
können andere auch
Aynchel hat geschrieben:
hiha hat geschrieben:......... sehen sogar sehr nach Schweißfehler aus.

:omg:


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