Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

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Moritz650SE
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von Moritz650SE »

Wenn ich den Kipphebel nach unten "festhalte" um das Spiel einzustellen (auf 0.2mm) und ihn dann wieder locker lasse, passt ne 0.7mm Leere durch. Ob das so passt. Ist da nicht eventuell was eingelaufen oder sollte man sich da keine Gedanken machen?
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DR500
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von DR500 »

Du musst den Hebel noch oben ziehen, dass er hinten auf der NoWe aufliegt. Anschließend mit Fühllehre zwischen Ventil und Hebel und entsprechend einstellen, dass kein Spiel vorhanden ist.

Pixxel
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von Pixxel »

Moritz650SE hat geschrieben:
15 Mai 2020 17:43
Danke für die schnelle Antwort.
Die fuer mich besorgniserregende Sache ist das Spiel, welches der Kipphebel hat, alles steh auf OT zum einstellen, aber der Auslassseitige Kipphebel lässt sich per Hand etwas von unten nach oben bewegen. Er ist also nicht fest, muesste er ja meines wissen aber eigentlich sein.
Moritz650SE hat geschrieben:
15 Mai 2020 17:55
Wenn ich den Kipphebel nach unten "festhalte" um das Spiel einzustellen (auf 0.2mm) und ihn dann wieder locker lasse, passt ne 0.7mm Leere durch. Ob das so passt. Ist da nicht eventuell was eingelaufen oder sollte man sich da keine Gedanken machen?
nunmal langsam, wo probierst du denn das Ventilspiel einzustellen? Also zwischen welchen Stellen/Teilen?

den Kipphebel wenn überhaupt nach oben ziehen, was soll es denn bringen denn nach unten zu drücken? Wo willst du denn da einen Spalt erzeugen?


Das Spiel muss zwischen Kipphebel und Ventil erfolgen, da das Ventil schlicht zu sein MUSS im arbeits-OT und das Ventilspiel ja denn Sinn hat sicherzustellen dass die Ventile immer schließen MUSS doch der Kipphebel etwas Spiel haben. Bzw wenn sie keins haben ists falsch.

Auf die schnelle:
https://youtu.be/urYvd9mwtfU?t=451 hier sieht man genau dann leider nichts, aber man hörts ganz gut.
https://youtu.be/CyVRA5U1PuQ?t=208 und hier sieht man ganz gut wo das Spiel letzten Endes sein soll.
Anmerkung zu beiden Videos: Ich habe keins davon komplett gesehen! Es geht mir nur um diese beiden Stellen, ob der Rest alles stimmt weiß ich nicht!

Moritz650SE
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von Moritz650SE »

Pixxel, die Videos habe ich mir beide schon ein paar mal angeschaut. Aber danke trotzdem, denke schon, dass ich an den richtigen Stellen und zum richtigen Zeitpunkt messe. Wahrscheinlich habe ich nur irgendwo einen ziemlichen Denkfehler. Ich probiere mal zu erklären, was mMn das Problem sein könnte (falls es existiert). Der Kipphebel läuft ja auf der anderen Seite auf der Nockenwelle. Wenn der Kipphebel also auf der Seite der Nockenwelle eingelaufen ist, muesste er doch ein Spiel aufweisen. Gleicht man dieses durch das Einstellen des Ventilspiel aus? Nein, oder?
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von DR500 »

Ja, das gleicht man aus.

Moritz650SE
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von Moritz650SE »

Perfekt, wieder was gelernt. Träumchen.
Danke
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uli64
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von uli64 »

Servus
...ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber:
Moritz650SE hat geschrieben:
15 Mai 2020 19:10
Wenn der Kipphebel also auf der Seite der Nockenwelle eingelaufen ist, muesste er doch ein Spiel aufweisen. Gleicht man dieses durch das Einstellen des Ventilspiel aus? Nein, oder?
...wenn der Kipphebel eingelaufen ist, sieht er so aus:
download/file.php?id=1842&mode=view
...willst Du ernsthaft fragen, ob da was ausgeglichen werden muss? :shock:
In einem solchen Zustand quält sich der Motor vielleicht noch ein paar 100 km dann ist der hin, abber rischdisch... :shock: :roll: :evil:
ich frage nur, weil ich dieses Moped einfach liebe, ich könnte es selbst nicht ertragen mit einem derartigen Defekt oder gar einem eingelaufenen Kipphebel rumzufahren...

Gruß, Uli :mrgreen:
Mein Lieblingsspruch: ..."wenn man mal anfängt"... :roll:
siehe hierzu:viewtopic.php?t=11448 Renovierungsfred!
oder das da:viewtopic.php?f=15&t=12300 Kickermotor, mit dem Ergebnis:https://www.youtube.com/watch?v=MZCmif4 ... e=youtu.be
...und der hier, immer noch:...darf man auch mit Wurstfingern einem Vegetarier die Hand reichen?
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app.php/galerie/eintrag/anzeigen/3012

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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von DR500 »

Ist der Kipphebel derartig eingelaufen, dann hört sich der Ventiltrieb nichtmehr normal an (akustisch wie hartes schlagen). Wenn die Hartchromschicht verschlissen ist, dann führt das primär dazu, dass man in 100km wieder zu hohes Ventilspiel hat. Die Nockenwelle ist dann im Normalfall auch hinüber.
Wenn der Motor mir korrekt eingestellten Ventilen keine ungewöhnlichen Geräusche von sich gibt, dann ist alles gut.

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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von Moritz650SE »

Uli, eingelaufen war wahrscheinlich etwas übertrieben. Interssant waere ja zu wissen, wie groß das Spiel zwischen Kipphebel und Nockenwelle sein sollte, bis es dann heißt verschlissen bzw. eingelaufen.
Das Spiel sieht man ja, wenn man beide Schrauben des kipphebels komplett rausschraubt. Und dann mal am Kipphebel wackelt. Aber vielleicht täusche ich mich auch da.

Danke DR500 bis jetzt lief alles super. Dann wird sie am. Wochenende mal ordentlich ausgeritten.
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von DR500 »

Das Spiel zwischen Kipphebel und Nockenwelle ist in etwa so groß wie das Ventilspiel.
Also beim Ventilspieleinstellen den Hebel gegen die Nockenwelle drücken und dann einstellen, dann passt das.

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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von DR500 »

Ich bekomme gerade eine PM rein:
Edit Dennis: Man ist das ein Theater hier... PN war nicht für die Öffentlichkeit gefacht, klärt das unter Euch oder noch besser: Lasst Euch doch einfach gegenseitig in Ruhe.

Jörg, interessanter Punkt. Der Kipphebel ist nicht symmetrisch, deswegen überträgt sich der Weg nicht im Verhältnis 1:1. Hebelgesetz, hat der ein oder andere schonmal gehört.
Jörg, stell deine Fragen ruhig öffentlich- dann verteilt sich der Klärungsbedarf auf mehrere User. Ich allein kann deine stündlichen PM nicht stemmen.

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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von DR500 »

Oh, mich hat noch eine Frage erreicht:

Edit Dennis: Edit Dennis: Man ist das ein Theater hier... PN war nicht für die Öffentlichkeit gefacht, klärt das unter Euch oder noch besser: Lasst Euch doch einfach gegenseitig in Ruhe.

Was du mit der Ausgleichsmasse meinst leuchtet mir nicht ein, aber ja: wenn die Kipphebel konkav eingelaufen sind, dann passt die Ventilerhebungskurve nichtmehr, was sich dann einfach nichtmehr gesund anhört.

Bis bald, euer DR500.

Pixxel
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von Pixxel »

Moritz650SE hat geschrieben:
15 Mai 2020 19:39
Uli, eingelaufen war wahrscheinlich etwas übertrieben. Interssant waere ja zu wissen, wie groß das Spiel zwischen Kipphebel und Nockenwelle sein sollte, bis es dann heißt verschlissen bzw. eingelaufen.
Das Spiel sieht man ja, wenn man beide Schrauben des kipphebels komplett rausschraubt. Und dann mal am Kipphebel wackelt. Aber vielleicht täusche ich mich auch da.

Danke DR500 bis jetzt lief alles super. Dann wird sie am. Wochenende mal ordentlich ausgeritten.
wieso willst du denn die Schrauben komplett rausdrehen :o

Wenn du den Kipphebel nach oben ziehst drückt er auf der anderen Seite auf die Nocke. Das Spiel dadrüben ist aber doch erstmal vollkommen irrelevant, theoretisch könnte man auch das sicher einstellen, käme mit anderen Werten logischerweise aufs gleiche raus wie das Spiel zwischen Kipphebel und Ventil. Mit dem Unterschied das a) niemand diese Werte haben wird und b) man da ja mal überhaupt garnicht rannkommt :mrgreen:

Ich wüsste nich dass es ein "Limit" für verschliessene/eingelaufene Kipphebel gibt. Das hat doch mehr damit zu tun wie die Kipphebel und die Nockenwelle aussehen, ob Löcher (ggrr) drin sind oder die Beschichtung sich verabschiedet hat. Sicher, wenn die Kiste immer direkt wieder anfängt zu rappeln ist vlt mal Zeit nachzugucken, aber dass ist doch mehr eine optische (und/oder Findernagel) Inspektion der Kipphebel selber (im ausgebauten Zustand).

Und nur nochmal weil ich nicht ganz sicher bin ob das rübergekommen ist ;) da muss/soll Spiel zwischen den Kipphebeln und den Ventilen sein. Und zwar sowohl vor als auch nach dem einstellen (außer natürlich jemand hats davor falsch eingestellt oder irgendwas hat sich so verstellt, dass vor der Inspektion kein Spiel mehr da ist).

franz muc
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von franz muc »

Wie Uli bereits geschrieben hat. Der Kipphebel nutzt sich nicht ab und man stellt das Ventilspiel nach.

Der Kipphebel ist gehärtet. Diese Schicht ist sehr sehr sehr dünn.
Ist die abgenutzt löst sich der Kipphebel innerhalb weniger 100 km auf.
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Re: Ventile einstellen - Nur Ärger statt "schnell erledigt"

Beitrag von hiha »

Die Schicht (Hartchrom) ist mit ca. 0,1mm dünn. Sehrsehrsehr dünn sind z.B. DLC-Schichten mit wenigen My. :mrgreen:

Hans

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