Leitung Ölkühler undicht - was tun?

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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von Eintopftreiber »

:shock:

Erst mal die Lage checken. Wenn die Kopfdichtung trocken ist Und der Platz nicht ausreicht, würde ich es mir verkneifen ihn zu demontieren.
Eher den Motor lösen , evtl kippen und fixieren. Oder , wenn du gut gefrühstückt hast, ihn komplett rausheben.
Sifft der Kopf dann demontiere ihn.

Grüße Jörg
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Pixxel
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von Pixxel »

Mm mal angenommen man ist vorsichtig, klebt z.B. Alles bis auf das kaputte gewinde ab (mit Alufolie+Tape), dann langt es dich den Zylinderkopfdeckel anzunehmen, hat man zwar auch immernoch die arbeit mit dem dirko am ende, aber der Zylinderkopf kann zumindest drin bleiben, sonst muss doch auch dessen Dichtung noch neu, die Nockenwelle muss raus etc.

Wenn ich mich recht entsinne wird der Zylinderkopf doch nur von den 4 langen, dünnen Schrauben gehalten und der Rest ist für Deckel.

Eintopftreiber
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von Eintopftreiber »

Pixxel hat geschrieben:
10 Mai 2020 14:29
Mm mal angenommen man ist vorsichtig, klebt z.B. Alles bis auf das kaputte gewinde ab (mit Alufolie+Tape), dann langt es dich den Zylinderkopfdeckel anzunehmen, hat man zwar auch immernoch die arbeit mit dem dirko am ende, aber der Zylinderkopf kann zumindest drin bleiben, sonst muss doch auch dessen Dichtung noch neu, die Nockenwelle muss raus etc.
Genau so ist es Paul, und wenn du die Schrauben entspannst kannst du auch die Fußdichtung auch erneuern. Bei der Gelegenheit .....usw. ect. pp. :-) :lol:

Grüße Jörg
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herackles1
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von herackles1 »

Der Deckel sowie der Zylinderkopf ist dicht, mir geht es hauptsächlich um die Schraube und deren Dichtsatz, die undicht sind. Wenn ich das dicht bekomme und die Schraube wieder vernünftig ins Gewinde drehen kann, ist alles gut. Dazu muss eben das Gewinde repariert werden. Bilder habe ich dazu ja gepostet.

Den Zylinderkopfdeckel werde ich abmachen, habt recht, ist sauberer und da kann man besser mit arbeiten...bevor da was schief geht :mrgreen: Die anderen Gewinde werde ich ebenso unter die Lupe nehmen, ein kaputtes Gewinde kommt selten allein. Mal sehen, ob sich die Schrauben gut oder eher weniger gut drehen lassen.Den kompletten Kopf abmachen - wiegesagt, da bin ich nicht drin geübt und das Spezialwerkzeug dafür habe ich auch nicht. Dementsprechend werde ich fürs erste nur den Deckel runternehmen, wie einige geschrieben haben, das sollte ja langen.

Morgen werde ich in den Baumarkt fahren und mir einen Drehmomentschlüssel sowie das Gewindereparaturset anlegen und mich nächste Woche mal schön der OP unterziehen. Man darf gespannt sein!

Ich melde mich.

Grützi, Jan
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deFlachser
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von deFlachser »

Hi Jan,

ich hatte das schon so verstanden. Von undichtem Kopf oder Deckel war meinerseits zumindest nie die Rede.

Du hast ein defektes Gewinde und das gilt es nun zu reparieren, da dort offensichtlich, also an der Schraube mit Dichtring etwas Öl austritt. So habe ich dich zumindest verstanden.

Vielleicht kommst du ja dran, nur mit Demontage des Deckels. Und halt aufpassen das sich die Späne nicht verteilen.

Um den Deckel wieder dicht zu bekommen, brauchst du Dirko oder ähnliches. Auch hier nicht zu viel auftragen. Die gleiche Wurst die sich beim Zusammenbau nämlich nach außen drückt, drückt sich auch nach innen.

Wenn Dichtmasse dann irgendwelche Ölbohrungen verstopft isses nämlich k....

Bin gespannt ob du in deinem Baumarkt Drehmomentschlüssel und Rep,. - Sätze bekommst.

Viel Erfolg.

Gruß Stefan
Erfahrung verhält sich proportional zur Masse des zerstörten Materials :roll:

Schon gewusst? Zwei Flaschen Wein ersetzen 10 Semester Philosophiestudium :D

Nobody is perfekt! Aber als Hesse ist man verdammt nah dran :wink:

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herackles1
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von herackles1 »

Hallo Stefan,

ich habe noch irgendwo Loctite herumfliegen, das mit der Dichtmasse ist kein Problem. Hält auch schön dicht, habe es ja bereits schon mal aufgetragen.

Mit der Auswahl im Baumarkt war ich nur bedingt zufrieden, weswegen ich mir gestern meine Sachen online bestellt habe. Lang lebe der Online-Handel.

Die guten Stücke sollten im Laufe der Woche eintreffen, dann kann es ans eingemachte gehen. Neue Dichtungen für die vier Schrauben, die den Zylinderkopf halten, habe ich schon besorgt. Mal sehen, wie viele Gewinde noch in Ordnung sein werden, ein defektes Gewinde kommt schließlich selten allein.

Wenn ich den Deckel abhabe, kann ich da noch was anderes kontrollieren? Allzu oft ab ist der ja nicht :mrgreen:

Grützi,

Jan
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uli64
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von uli64 »

Servus!
ich schalte mich hiermal dazu...
> das zu reparierende Gewinde an dieser Stelle ist etwas knifflig, nicht nur weil da (wie richtig bemerkt!) ein Ölkanal liegt, sondern auch eine Madenschraube darunter....

...aber schaut mal selber:

https://images.cmsnl.com/img/partslists ... 1_fa34.gif

...besagte Madenschraube (Nr. 20)
https://www.cmsnl.com/suzuki-dr650r-199 ... rzpw8BCRPY
wird in das Ölröhrchen (hinter dem bereits reparierten Anschlusstück) geschraubt und hält dieses in Position......
- das verbleibende Gewindestück ist kurz und extrem Ausdrehgefährdet...wer hier die Schraube auch nur ein kleines bissel zu fest anzieht (oder wg. Undichtigkeit "nachzieht") dreht das Innengewinde heraus!
Das Gewinde an sich ist, wegen der Madenschraube, recht lang (-wichtig für den Reparatureinsatz!)
Ich selbst habe auch einen "gebrauchten" (..."verbraucht" träfe es besser!) Kopf wieder herrichten lassen, da waren auch einige Gewinde hin...
...unter anderem auch das besagte...
...zusätzlich wurde dann auch von gewissen Usern Häme über mich gegossen....sprich: "wie blöd kann man sein...?" :roll:

Schwamm drüber.... :wink:

Du solltest also tatsächlich den Zylinderkopf herunternehmen, das Anschlusstück wieder abnehmen, Madenschraube und Ölröhrchen raus
(>lange M6er Schraube von aussen eindrehen und Röhrchen herausziehen)

Gewindeeinsatz bohren, eindrehen und das ganze hinterher dann gründlichst mit Benzin oder Petroleum ausspülen
- und tatsächlich solltest Du eine neue Kopfdichtung einbauen!

Ich will versuchen heute noch in die Garage zu gehen und das mit Fotos darzustellen...ich hab "zufällig" gerade einen Motor in der Mache! :lol:
IMG_20200512_132014.jpg
IMG_20200512_183117.jpg
...der soll dann da rein:
IMG_20200505_141635.jpg
...das wird meine "back-in-black"...

....auferstanden aus Ruinen.... :mrgreen:

Gruß, Uli :mrgreen:
Mein Lieblingsspruch: ..."wenn man mal anfängt"... :roll:
siehe hierzu:viewtopic.php?t=11448 Renovierungsfred!
oder das da:viewtopic.php?f=15&t=12300 Kickermotor, mit dem Ergebnis:https://www.youtube.com/watch?v=MZCmif4 ... e=youtu.be
...und der hier, immer noch:...darf man auch mit Wurstfingern einem Vegetarier die Hand reichen?
Galerie:
app.php/galerie/eintrag/anzeigen/3012

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herackles1
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von herackles1 »

Hallöchen Uli,

auch dir vielen Dank für die Tipps. Habe fast schon "befürchtet", dass mir einer rät, den kompletten Zylinderkopf abzunehmen, doch wie du es geschildert hast, ist es unausweichlich. Nun denn, dann werde ich mir es wohl "beibringen" müssen, irgendwann muss es mal der erste auseinandergenommene Zylinderkopf sein :wink:

Nun habe ich noch ein paar offene Fragen. Zwar besitze ich die Reparaturanleitung, jedoch finde ich die Beschreibung und die Abbildungen ein wenig zu "knapp", besonders für mich, da ich derartiges noch nicht gemacht habe. In den Anleitungen im Forum habe ich auch schon nachgesehen, aber leider nichts gefunden. Hat jemand eine ausführlichere, am besten bebilderte Anleitung?

Im Werkstatthandbuch wird für den Ventilausbau Spezialwerkzeug empfohlen, angeblich kann man das aber auch ohne machen. Wie genau funktioniert das? Ich nehme an, man muss so lange die Federn drücken, bis sie nachgeben?

Wenn ich den Kopf runterhabe, brauche ich nur eine neue Kopfdichtung, oder gibt es da noch andere Dichtungen, die man gleich mit erneuern kann? (wird auf jeden Fall eine aus Alu werden)

Wie überprüfe ich Steuerkette, Ausgleicherkette, Kipphebel und andere Verschleißteile? (Die WHB Anleitung hilft mir nicht allzu gut weiter :shock: )

Und die letzte Frage: Motorblock abnehmen oder dranlassen?

Sind für den einen oder anderen bestimmt unnötige, dumme Fragen, für mich sind sie von elementarer Bedeutung :D

Grützi, Jan
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franz muc
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von franz muc »

Dichtungen: Du brauchst die Zylinderkopfdichtung. Die gibts m. W. nur in Papier und die hält auch ewig. Dann die Dichtung vom Steuerkettenspanner (Steuerkettenspanner beim Lösen der Schrauben gegen den Motor drücken bis beide Schrauben raus sind, sonst ist das Gewinde kaputt) und die Dichtung vom Limadeckel, welche man einölt, damit die wieder verwendet werden kann. Dann brauchst Du Flüssigdichtung für den Zylinderkopfdeckel. Loctite 574 (Flächendicht) ist mir lieber als Dirko. Die alte Dichtung geht mit Dichtungsentferner besser ab.

Dann brauchst Du eine Krümmerdichtung und alle O-Ringe am Zylinderkopf die sich als platt gedrückt herausstellen. Der Simmerrung vom Deko wäre auch zu tauschen, falls alt. Dann die Kupfperscheiben von den Stehbolzen und von den Zylinderdeckelschrauben.

Der Motor kann drin bleiben. Der Zylinder geht bei demontierten Zylinderkopf leicht abzuziehen. Dann kannst du die Zylinderfussdichtung erneuern. Ich würde es nach 30 Jahren machen. Eine Papierdichtung reicht locker. Ob’s Metall gibt weiß ich nicht. Die Zylinderfussdichtung bei meiner ist seit 30 Jahren dicht. Steht das Motorrad mal 10 Jahre geht so eine Papierdichtung kaputt. Metall nicht.

Die Ventilschaftdichtungen sind auch noch zu tauschen.

Sonst noch?
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franz muc
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von franz muc »

Steuerkette prüfen: den ausgebauten und damit voll ausgefahrenen Sterkettenspanner ins Loch stecken. Geht er ganz rein, spannt er nicht mehr und die Kette ist zu lange.
Muss man diesen zurück drehen, damit er rein geht, ist die Kette nicht zu weit gelängt.
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franz muc
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von franz muc »

Ventile Ausbau:

Man merkt sich, wie rum die Federn eingebaut sind.!

Dann drückt man auf die Teller und es fallen 2 Dinger raus.
(Halbmondförmige Eisenstückerl) und das war’s dann auch schon.

Das Zerlegen ist übrigens nicht so dramatisch, wie man
meint. Vieles erklärt sich von selbst. Und wenn du dich nicht auskennst, bekommst zu hier ja auch schnell Hilfe.
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herackles1
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von herackles1 »

Guuude Franz,

besten Dank für die Hinweise. Schön ausführlich und verständlich. Ja, hier bekommt man gute, kompetente Hilfe, und das recht schnell. Heute ist der Gewindereparatursatz eingetroffen, Dichtungen sind bestellt, der Drehmomentschlüssel ist aufm Weg. Alles andere ist hier parat.

Am Wochenende ruft die Arbeit, dementsprechend wird es wohl erst nächste Woche ans Eingemachte gehen. Wie schon so auf bei diesem Thread hier - ich melde mich, sobald es Updates gibt. Über Tipps und Tricks würde ich mich in der Zwischenzeit freuen - falls wer was hat, versteht sich.

Grützi, Jan
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von franz muc »

Ob Nockenwelle und Kipphebel defekt sind, fühlst Du. Glatt wie ein Babypopo= i.O., sonst, insbesondere bei Ausbrüchen, defekt.

Die Ausgleichswellenkette zu spannen ist einfach. Steht im Handbuch oder per Anleitung hier.

Und nicht vergessen, wir arbeiten mit Eisenschrauben in Alu. Lieber Mal nachziehen, als ab drehen.
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von Eintopftreiber »

franz muc hat geschrieben:
14 Mai 2020 17:31
Und nicht vergessen, wir arbeiten mit Eisenschrauben in Alu. Lieber Mal nachziehen, als ab drehen.
Was auch gerne übersehen wird ist den Schrauben etwas zukommen zu lassen , in dieser Art

https://www.tigerparts.de/shop2/main_bi ... ms_id=4378

Keramikpaste ! Die Gewinde danken es dir🤓

Grüße Jörg
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hapeka
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Re: Leitung Ölkühler undicht - was tun?

Beitrag von hapeka »

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...zusätzlich wurde dann auch von gewissen Usern Häme über mich gegossen....sprich: "wie blöd kann man sein...?" :roll:

Schwamm drüber.... :wink:
Booooahhh wer war das ??? :? :? :?
Die schlimmste Weltanschauung haben die, die sich die Welt nie angeschaut haben.

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