Kein Zündfunke bei SP 44 A

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pramus
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Beitrag von pramus » 01 Jun 2007 13:10

Eyh Ulf, alles klar. Danke!
Also, der Impulsgeber muß den nach WHB (dort nachschauen) vorgegebenen Ohm-Wert haben, d.h. keinen Kurzschluß ( = 0 Ohm) und auch keine Unterbrechnung (= Ohm unendlich, bzw. digital = 1).

zurück zur CDI: hab in meinem Edit 1 Link einen guten Tip gelesen:

Oftmals liegt es an den im Steuergerät eingegossenen Steckverbindern. Diese zum Test gefühlvoll belasten. Wenn der Motor /Zylinder dann wieder läuft kann mittels Lötkolben die innere Verbindung auf der Platine nachgelötet werden. Bevor man allerdings die Vergussmasse aufschneidet, sollte man versuchen durch Erhitzen der Kontaktzungen des Steckers die innere Lötstelle soweit zu erhitzen, dass sich das Lötzinn wieder mit der Platine verbindet. Gelingt dies nicht, kommt man um ein aufschneiden des Bereichs nicht herum.
.. auch schön tricky

Ulf
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Beitrag von Ulf » 01 Jun 2007 17:02

@Pramus,
Dat mit den Steckern ist auch ein bekanntes Trans Alp Prob.
Die schwergewichtigeren Fahrer drücken die Sitzbank auf den Steckverbinder und
knack, dann tut erst komisch, später garnisch....
Ein Fall für Lötkolben-Eddi
Wennde nich popeln willst, hilft Chemie die Gußmasse zu knacken
http://www.italoclassicbikes.de/resto/s ... ic_sez.htm
Dabei könnte aber manche Beschriftung verschwinden.



@ Rumpumpel
So, aus der Limaecke kommt ein Kabelpaar schwarz/blau und grün, 160 - 240 Ohm = Abtaster.

und ein Kabelpaar schwarz und braun, 240 - 360 Ohm = Erregerspule, Spannungsversorgung CDI.

Erregerspule: selbst bei ausgeschalteter Zdg muß ein Spannungspeak kommen wenn gekickt wird.

Abtasterspule: wenns mit dem Voltmeter net klappt, dann sicher mit dem Osziloskop.
Gruß Ulf, Ex-Ritter Wendehals von Zehnprozent
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Beitrag von rumpumpel » 01 Jun 2007 23:06

@Pramus

Die Sache mit dem Heißluftfön will mir immer noch nicht wirklich in den Kopf.:shock:
Ich werde jetzt immer mit dem Fön im Rucksack durch die Gegend fahren und hoffen, dass ich 'ne 230 Volt Steckdose finde.

Heute Mittag war's erstmals seit ein paar Tagen wieder über 20° und siehe da , die DR sprang an (ich teste im Moment nur... die Gute hat noch keine HU und ist zudem noch nicht angemeldet :wink: ).
Am Abend hab ich's dann nochmal probiert (ca. 15°C und ein bisschen klamm) und sie sprang nicht an. 30 Mal getreten...nichts.:evil:
Also Fön geholt, Seitendeckel ab und wieder ca. 2 Minuten gefönt (aus sicherer Entfernung) und dann einmal, ich betone, e i n m a l getreten...und sie ist an!!! :shock:
durch Erhitzen der Kontaktzungen des Steckers die innere Lötstelle soweit zu erhitzen, dass sich das Lötzinn wieder mit der Platine verbindet...


...oder es zumindest zum Kontakt kommt. Nichts anderes wird anscheinend durch den Fön oder hohe Außentemperaturen bewirkt.
Das scheint also wirklich des Rätsels Lösung zu sein! :idea:

Da können wir uns ja auf die Schultern klopfen. Ich hoffe, das der Beitrag hier einigen Leuten helfen kann, die ähnliche Symptome an ihren DR's haben. Da läßt sich doch jede Menge Zeit sparen...!!! :D

@Ulf
So, aus der Limaecke kommt ein Kabelpaar schwarz/blau und grün, 160 - 240 Ohm = Abtaster.
und ein Kabelpaar schwarz und braun, 240 - 360 Ohm = Erregerspule, Spannungsversorgung CDI.
Yo. Habe mir das WHB schon vorgestern runtergeladen. Die Widerstände sind mir vertraut. Trotzdem danke. :wink:
Erregerspule: selbst bei ausgeschalteter Zdg muß ein Spannungspeak kommen wenn gekickt wird.
Abtasterspule: wenns mit dem Voltmeter net klappt, dann sicher mit dem Osziloskop.
Das ist das, worauf ich hinaus wollte.
Nur mit was bzw. mit welchem Messbereich messe ich die Spannung der Erregerspule? Das ist doch bestimmt Wechselstrom, aber wieviel V? Kann mich dunkel dran erinnern, das da auch schon einige 100V anliegen können.

Naja, mal sehen wer zuerst qualmt... das Meßgerät oder ich. :mrgreen:

Vielen Dank nochmal. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Viele Grüße
Torsten
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Ulf
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Beitrag von Ulf » 02 Jun 2007 09:22

@Rumpumpel,

die Erregerspannung wird net so wild sein, der Eingang der CDI müsste die runterbügeln.
Die meisten Regler machen einfach nur die Spannung platt - was natürlich hohe Ströme bringt.

Beim Messen mit nem hohen Wechselspannungsbereich beginnen und dann immer weiter runter schalten.

Beim Kicken werden kaum mehr als 15 V zusammen kommen, wozu auch - reicht ja um die CDI zu betreiben.
Die laufen intern meist mit 12 und 5 V.

Mit der Abtasterspule ähnlich, da kanns aber sein, das die CDI dran sein muß, um einen Peak sichtbar zu machen.
Denn da flitzt nur das am Rotor angeschweißte Eisenteil vorbei, kein Magnet.
Dementsprechend könnte die CDI da ein Signal vorlegen, welches durch das Eisenteil beeinflusst wird.
Hab leider nur ein altes Röhrenoszi- kann also keine Kurve speichern
Gruß Ulf, Ex-Ritter Wendehals von Zehnprozent
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Beitrag von rumpumpel » 05 Jun 2007 07:04

@Ulf

Habe jetzt alles durchgecheckt.

Erregerspule ist wohl ok, es bewegt sich was. Mein Multimesser ist nur etwas träge bzw. ich kann nicht schnell genug kicken. :oops:

Die Abtasterspule müsste auch i.O. sein, da die Prüflampe beim Treten rythmisch an und aus geht...

Ausserdem dürfte das Problem wirklich an der CDI liegen.
Gestern Abend wieder umsonst getreten (obwohl die Aussentemp. über 20° lag!). Danach gefönt, ein Tritt...und an war sie!
Habe mir zwischenzeitlich eine CDI besorgt und warte jetzt jede Minute auf den Paketdienst...:D

Langsam glaube ich, daß jeder, der (Kalt-)Startprobleme mit seiner DR hat (sprich: 20 mal kicken muss, bevor sich was tut), doch mal vorher den Fön auspacken sollte.
Denn das das Mopped nach der Prozedur nicht nur anspringt, sondern dies auch schon beim ersten Tritt tut, ist schon ungewöhnlich, oder....!?

Wenn die "neue" CDI da ist, werde ich in einer ruhigen Minute mal die Alte aufmachen.

@ pramus
Vielen Dank für den Tipp mit der Chemie

Werde über meine Erlebnisse berichten... :wink:

Viele Grüße
Torsten
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Beitrag von pramus » 05 Jun 2007 08:45

Hi Torsten,
die Verwendung von Chemikalien hat Ulf empfohlen. Aber damit kannst Du die CDI hinterher vergessen, da alle Kunststoffteile der Bauteile (deren Umhüllung) auch angegriffen werden :wink: . Ich würde da erst mal auf der Lötseite der Platine "popeln" und nach kalten oder lockeren Lötstellen schauen.

Na, wenn es an der "Kalten CDI" liegt, dann sollte man halt wie an den Heizgriffen auf die CDI ein elektrisches Thermoelement dranpappen-> ein paar Sekunden vorglühen -> kick -> rumpumpel :idea:

Gruß, Pramus

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Beitrag von rumpumpel » 05 Jun 2007 13:54

@Pramus
pramus hat geschrieben: ...die Verwendung von Chemikalien hat Ulf empfohlen.
Oh, sorry! Bei der ganzen Scrollerei habe ich ein wenig den Überblick verloren...:wink:
Und Du hast ja recht. Vielleicht ist popeln erstmal die bessere Alternative.
pramus hat geschrieben: Na, wenn es an der "Kalten CDI" liegt, dann sollte man halt wie an den Heizgriffen auf die CDI ein elektrisches Thermoelement dranpappen-> ein paar Sekunden vorglühen -> kick -> rumpumpel :idea:
Zumindest zur Überbrückung wäre das eine gute Idee. Und für eingefleischte Dieselfahrer wie mich ist nicht mal eine Umgewöhnungsphase notwendig!!! :mrgreen:

Viele Grüße
Torsten
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Beitrag von hcw » 21 Aug 2007 10:58

Hi ihrs,

muss den Thread hier nochmal aufgreifen.

Sind die CDIs aller DR 650 R gleich? auch die RS?


Besten Gruß
Christian
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Beitrag von Martl » 21 Aug 2007 13:38

Bin mir sehr sicher das es nur Unterschiede zu den Knopfmodellen gibt.
Da is dann noch was mehr an Kabeln anner CDI dran, sonst müsstest alle CDI von den Kickermodellen tauschen können.
"Es gibt scho gnuag di ma soang wos i tua soi, da datst ma du groat obgehn"..................................................................................I'm drunk you think,
It's not the fall that kills, it's the sudden stop at the end ..........................................................................................................................................as you am is not.

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Beitrag von Gast » 21 Aug 2007 13:54

Gelöscht auf Userwunsch: Dennis (14.07.2009 22:24)

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Beitrag von hcw » 21 Aug 2007 14:45

Vielen Dank fürs Feedback ;)
... gone fishing ...

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Re:

Beitrag von ksteve » 02 Apr 2019 17:58

Ulf hat geschrieben:
01 Jun 2007 17:02
@Pramus,
Dat mit den Steckern ist auch ein bekanntes Trans Alp Prob.
Die schwergewichtigeren Fahrer drücken die Sitzbank auf den Steckverbinder und
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@ Rumpumpel
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und ein Kabelpaar schwarz und braun, 240 - 360 Ohm = Erregerspule, Spannungsversorgung CDI.

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Hallo Ulf,

Da meine SP41 nicht anspringt (99% CDI, Austauschteil ist schon unterwegs), habe ich mal so einiges durchgemessen .
Laut Bucheli (Seite 29,30):
- Erregerspulen: zwischen grün und blau, 240-360 Ohm, gemessen habe ich 198
- Zündimpulsgeberspulen: braun und schwarz, 160-240 Ohm, gemessen habe ich 288

Wer, was ist jetzt richtig? Ich hoffe du Ulf, denn dann sind meine Werte in der Toleranz und ich kann davon ausgehen dass ich die Spulen nicht erneueren muss

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Re: Kein Zündfunke bei SP 44 A

Beitrag von Ulf » 02 Apr 2019 19:57

Hi,
nicht ich unbedingt, aber Hauptsache das originale WHB.
Und danach liegst du mitten im Range :-)
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Re: Kein Zündfunke bei SP 44 A

Beitrag von ksteve » 02 Apr 2019 20:36

Ulf hat geschrieben:
02 Apr 2019 19:57
Hi,
nicht ich unbedingt, aber Hauptsache das originale WHB.
Und danach liegst du mitten im Range :-)
Danke Ulf ... dann warte ich jetzt nur noch auf "Post" mit CDI und Vergaser :)

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