Probleme mit der Dekompression

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osym
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von osym »

Na ja durch die vielen Startversuche mit defekter Dekompression ist dein Anlasserfreilauf in Mitleidenschaft gezogen worden, der kostet so etwa 300€ neu
Gruß Olaf

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caligula21
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von caligula21 »

nee, die Deko ging ja Anfangs noch und das Motorrad klang von Anfang an so Komisch sobald man den E-Starter betätigte. Muss das irgendwann die Mutter + Feder verloren haben, seit dem hab ich die Maschine Kurzgeschlossen (Anlasserrelais Kaputt aber schon getauscht), sodass die Deko garnicht betätigt wurde und in der richtigen Stellung verharrte. Ob dabei was kaputtgegangen sein könnte weiß ich nicht. mir ist bisher beim fahren aber auch noch nichts aufgefallen was auf einen Defekt hinweisen könnte.

osym
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von osym »

wenn du gegen die Kompression die DR ständig anläßt, oder der Vorbesitzer geht der Freilauf kaputt,
das ist hinter dem LIMA Rotor ein Lager, was in eine Richtung sperrt und das Dingen schafft es auf Dauer nicht das Gemisch im Zylinder beim Starten zu kompremieren, deshalb gibts die Dekompressionseinheitund das hört sich beim Starten dann so kratzend an.
Gruß Olaf

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caligula21
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von caligula21 »

ok..das klingt natürlich logisch. Habe den ganzen Freilauf neulich mal auseinandergenommen, sah alles noch gut aus soweit ich das beurteilen kann. Also nix verschlissen oder gebrochen.

Eintopf650
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von Eintopf650 »

osym hat geschrieben:Du solltest den Motor auf OT stellen und dann bei abgezogenen Gummi von der Deko Glocke
zwischen Teller Oberkante und Gehäuse 1cm Spiel einstellen bei korektem Ventilspiel, dann klappt es auch mit dem Anlassen,
Und wenn ´se dann läuft mal 20 sekunden nix machen, die RSE muss doch erstmal wach werden
Hallo,

ich suche gerade nach einer Anleitung zum Einstellen des DekoSpiels (ich habe eine SP45).

Meine Dicke hat neulich bei einem Motorradtraining etwas Zicken gemacht. 5 von ca. 20 mal wollte sie nur schwer anspringen. Der Anlasser hatte große Mühe (so klang es). Manchmal schaffte er es nicht den Einzylinder überhaupt zu drehen.

Hier meine Frage zum Eintrag von Osym und zur gedruckten Ergänzung für die DR 650 RE zum WHB.

Wie genau ist das Spiel einzustellen? Im WHB steht, man soll leicht auf den Magnetschalter drücken, dann das Spiel einstellen.

Wenn ich so leicht drücke, bis der Zug gespannt ist (aber der Dekohebel noch nicht am Kipphebel anliegt, sind bei mir 6mm eingestellt. Lt. WHB sollen es zwischen Magnetschalter und Gummisitz 6-8mm sein. Bis zum Gehäuse dann wohl ca. 2mm mehr. Wenn ich dann eine wenig mehr drücke, kann ich den Magnet bis zum Anschlag drücken. Erst dann lässt sich der DEKO-Hebel nicht weiter bewegen, die Well liegt erst dann also am Kipphebel an, drückt ihn aber wohl nicht auf, Fragezeichen?

Ist das so korrekt? Aus meinem Halbwissen heraus, sollte die Welle doch gegen den Kipphebel drücken, so dass die Ventile offen bleiben und keine Kompression vorhanden ist, damit es der Anlasser erstmal leichter hat.

Daraus abgeleitet würde ich das Spiel jetzt so einstellen:

den Magnetschalter so weit drücken, bis die Deko-Welle am Kipphebel anliegt und dann noch ein Spiel von 6-8mm zwischen Teller und Gummipuffer des Gehäuses vorhanden ist. <- ist das so korrekt?

Ich lerne noch und will durch zu weit offen stehende Ventile nix kaputt machen, wenn von unter der Kolben angesaust kommt... wenn das überhaupt passieren kann.

Vielen Dank und Gruß
Tom
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osym
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von osym »

Hallo Tom, bei der RE und der RSE ist der gleiche Motor drin,
also trifft das, was ich verfasst habe auch für dich zu.

Also nochmal:
Ventilspiel 0,08 -013 im oberen Totpunkt des Arbeitstaktes einstellen,
wenn 0,10 Fühlerlehre passt und 0,15 nicht mehr passt, dann ist gut.
Dann von der Glocke die Gummis hochschieben, leicht auf den Teller drücken, bis der Hebel an der Dekowelle sich bewegt und der Innenzug stramm ist, dann den 1cm einstellen.

Wenn der Zug zu stramm ist, schlägt der Kipphebel jedesmal vor die Welle und es klappert.
Bei zu viel Spiel betätigt die Welle nicht mehr den Kipphebel und der Motor dreht gegen die Kompression.

Beobachte mal beim Starten bei abgenommenen Tank, ob sich die Welle bewegt.
Deine Befürchtung Kolben oben - Ventile unten trifft hier nicht zu- nur wenn du an der Steuerkette rumfummelst :lol:
Gruß Olaf

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Eintopf650
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von Eintopf650 »

osym hat geschrieben:Bei zu viel Spiel betätigt die Welle nicht mehr den Kipphebel und der Motor dreht gegen die Kompression.
Moin Olaf,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Ich vermute, dass bei mir das Spiel zu groß ist, obwohl ich die Ventile eingestellt habe und auch das Dekospiel lt. Anleitung.
Dann von der Glocke die Gummis hochschieben, leicht auf den Teller drücken, bis der Hebel an der Dekowelle sich bewegt und der Innenzug stramm ist, dann den 1cm einstellen.
So habe ich es gemacht und kann danach aber trotzdem den Teller bis zum Anschlag runterdrücken. Dabei liegt dann anscheinend die Welle erst am Kipphebel an. Nach meinem Verständnis müsst die Welle den Kipphebel aber gerade im Verdichtungstakt anheben um die Kompression aufzuheben, richtig? Ich müsste also eigentlich strammer stellen.

Was mich auch wundert: Warum soll man das Dekospiel bei OT einstellen, wenn man nur den Bautenzug stramm zieht und dann das Spiel einstellt? Das könnte man doch in jedem Zustand so machen, oder nicht?

Soweit meine Theorie, werde nachher am lebenden Objekt nochmal schauen.

Berichtigt mich bitte, wenn ich einen Gedankenfehler habe. Ich beschäftige mich gerade erst mit Motortechnik und finde es aber sehr spannend und lerne gerne!

Viele Grüße
Tom
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badbutterfly
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von badbutterfly »

Hallo zusammen,

mal ne blöde Frage! Fehlt da was an der Dekowelle?

Bild

Ich habe die letzten beiden Abende damit verbracht die Ventile einzustellen (was mir gelungen ist) nur an dem Dekospiel scheitere ich. Ich habe an der Welle keinen merkbaren Anschlag wenn der Zylinderkopf nicht wäre könnte ich die im Kreis drehen. Dann hab ich heute noch mit einem DR-Big Fahrer gesprochen, der meinte eigentlich müsste es da einen Widerstand geben...
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Motzkeks
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von Motzkeks »

Nö, die Welle sieht so aus. Wenns nicht auf OT ist und der Auslass grad offen steht, hats natürlich keinen Kontakt. Sicher, dass du beim Einstellen den "richtigen" OT erwischt hast? Oder nach dem Ventilspiel-Einstellen ein Stück weitergedreht?
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Dennis
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von Dennis »

Hi,

also die Einstellschrauben stehen extrem weit raus auf Deinem Foto. Sieht komisch aus. Spricht alles für falschen OT, dreh mal einen weiter, dann dürfte das Spiel extrem zu groß sein.

Gruß
Dennis
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Beitrag von Wooky »

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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von badbutterfly »

Guten Morgen,

das schrauben an ner DR ist halt wie beim ersten Sex.... Am Anfang denkt man(n) immer, dass muss doch so richtig sein :lol: :lol: :lol:

Ventile u Deko am richtigen OT eingestellt und nun schnurrt sie wieder wie ein Kätzchen...

Danke @Wooky für das Video!
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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von PinzMax »

osym hat geschrieben:
25 Aug 2013 22:54
Also nochmal:
Ventilspiel 0,08 -013 im oberen Totpunkt des Arbeitstaktes einstellen,
wenn 0,10 Fühlerlehre passt und 0,15 nicht mehr passt, dann ist gut.
Dann von der Glocke die Gummis hochschieben, leicht auf den Teller drücken, bis der Hebel an der Dekowelle sich bewegt und der Innenzug stramm ist, dann den 1cm einstellen.
So habe ich das auch in der Rep-Anleitung gelesen, aber ich komme nicht drauf, wo dieser eine Zentimeter eingestellt sein soll.
Was wird gemessen und von wo weg?

LG
Max

P.S.: man beachte...Thema von 2012/13, die Suchfunktion funktioniert ;-)

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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von andreasullrich »

PinzMax hat geschrieben:
10 Mai 2020 16:58
osym hat geschrieben:
25 Aug 2013 22:54
Also nochmal:
Ventilspiel 0,08 -013 im oberen Totpunkt des Arbeitstaktes einstellen,
wenn 0,10 Fühlerlehre passt und 0,15 nicht mehr passt, dann ist gut.
Dann von der Glocke die Gummis hochschieben, leicht auf den Teller drücken, bis der Hebel an der Dekowelle sich bewegt und der Innenzug stramm ist, dann den 1cm einstellen.
So habe ich das auch in der Rep-Anleitung gelesen, aber ich komme nicht drauf, wo dieser eine Zentimeter eingestellt sein soll.
Was wird gemessen und von wo weg?

LG
Max

P.S.: man beachte...Thema von 2012/13, die Suchfunktion funktioniert ;-)
Damit ist der DEKO-Zug gemeint. Dieser benötigt ein gewisses Spiel.
Aber nach meinem Wissen ist das Spiel 1-2mm am Dekompressionshebel.
Suzuki DR-650 RSE Bj. 1993
Farbe "12F Candy Alpine Blue"
BMW K1200RS Bj. 2000
Farbe "Dakargelb/Arktisgrau"

Treffen 2018 - Geiselwind (Ein Hammer-Event, Super Leute kennen gelernt) :mrgreen:

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Re: Probleme mit der Dekompression

Beitrag von PinzMax »

Das mit dem Zentimeter habe ich aber auch irgendwie im Kopf.
Die Frage ist nur, welches Spiel?
Ist damit 1 freier Zentimeter beim Magnetventil gemein?

Bin gerade planlos, obwohl das ganz offensichtlich klar erkennbar sein sollte, sonst würde ja irgendjemand es genauer beschreiben.
Der mit dem Brett vor dem Kopf bin hier eindeutig ich!

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