Hinterachse Einbaurichtung

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DROldie
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Re: Hinterachse Einbaurichtung

Beitrag von DROldie » 05 Nov 2019 11:42

Hallo Claus,
Du schriebst:
Claus hat geschrieben:
05 Nov 2019 09:45
Bei technisch einwandfreien Fahrzeugen ist die Einbaurichtung im Grunde wurscht.
Bei der 46er ist an der Hinterachsseite wo die Mutter verschraubt wird ( Fahrtrichtung rechts ) ein Exzenter zum Einstellen der Kettenspannung, an diesem ist glaube ich ( oder ich habe nen Denkfehler :roll: :D ) eine dünne U-Scheibe angeschweisst, wenn Du die Achse andersherum verbaust müsste der Exzenter gedreht werden, dadurch würde die Flächenpressung nur auf der U-Scheibe liegen und würde nicht verteilt über die größere Fläche der Exzenter. Das würde ich nur zur Not machen wollen.

Dann schreibst Du:
Claus hat geschrieben:
05 Nov 2019 09:45
Geht ein Radlager schwer oder fest, ist es günstiger, wenn die Achso so eingebaut ist, daß sich die Mutter bei sich mitdrehender Achse eher festzieht als lose wird.
also wenn ein Radlager/Lager bekanntermaßen ( so! ) schwergängig läuft und dadurch die Möglichkeit besteht, das sich die Achsmutter lösen sollte.... :shock:
Dann würde ich mit dem Bock nicht mehr fahren sondern unverzüglich das Lager tauschen. Es sei denn Du beschreibst eine Panne mit nötigem Radausbau in 5022 Meter Höhe bei kalter Witterung und sich anbahnender Schlechtwetterfront :wink:
Bei Maschinen kenne ich die technische Lösung, Werkzeuge entgegengesetzt zur Drehrichtung zu spannen, an Fräsen und Sägen z.B. aber Deinen Vorschlag wollte ich so nicht anwenden. :wink:

Gruß Peter

Claus
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Re: Hinterachse Einbaurichtung

Beitrag von Claus » 05 Nov 2019 12:06

Peter, ich hab hier zum Teil Leute, die zB eine YZF 600 Thundercat ganzjährig fahren und für die Fahrzeugpflege komplett unbekannt ist. Auswechseln von Bauteilen, die noch nicht komplett zerstört sind, ebenso.
Bei ebendieser YZF600 ist tatsächlich mal die von mir beim Reifenwechsel mit vorschriftsmäßig angezogenem Drehmoment befestigte Mutter lose geworden, weil sich die Achse mitgedreht hatte, und ich die Achse anders herum als normal eingebaut hatte.
Ich habe bei dieser Gelegenheit rostige Radlager entdeckt und dann gewechselt. Im Vorjahr hatten wir die Achse HERAUSGESÄGT, um den Reifen zu wechseln und alle Lager erneuert (sowie die Achse natürlich ):mrgreen:
Ich hab mich bei Gelegenheit mal bei einem Yamaha-Händler erkundigt und bekam tatsächlich gesagt, daß die Achse aus diesem Grund entsprechend verbaut sei.
Wie bei meinem Ural-Gespann. Die Vorderachse wird mit einem Linksgewinde in den Gabelholm eingeschraubt. Und zwar so, daß sie sich festzieht.

Klar, wenn die EInbaulage konstruktiv festgelegt ist, ändert man daran besser nicht viel. Und normalerweise geht man davon aus, daß die Fahrzeuge keine solch schwerwiegenden Mängel haben.
Aber man rechnet dabei oft nicht mit dem Kunden und seinem Verhalten.
wohin du gehst, da bist du dann...

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Re: Hinterachse Einbaurichtung

Beitrag von DROldie » 05 Nov 2019 12:18

Hi Claus,
das ist natürlich mal ne Hausnummer! Ich fahre jetzt nicht im Winter mit Schnee und Salzgarnitur, aber meine Moppeds standen, und stehen auch mehre Monate im Jahr unter der Laterne, abgedeckt mit ner Plane bei Scheisswetter. Also überall wo nötig Fett drauf und dran da ist mir zum Glück :roll: :lol: noch nix festgerostet.
Gruß Peter

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Re: Hinterachse Einbaurichtung

Beitrag von deFlachser » 05 Nov 2019 12:49

DROldie hat geschrieben:
05 Nov 2019 11:42
Bei der 46er ist an der Hinterachsseite wo die Mutter verschraubt wird ( Fahrtrichtung rechts ) ein Exzenter zum Einstellen der Kettenspannung, an diesem ist glaube ich ( oder ich habe nen Denkfehler :roll: :D ) eine dünne U-Scheibe angeschweisst,
So ähnlich, bei der 46er ist der eine Excenter an der Steckachse fest verschweißt, d. h. man kann die nur von rechts einbauen wenn ich das richtig in Erinnerung habe :wink:

Gruß Stefan
Erfahrung verhält sich proportional zur Masse des zerstörten Materials :roll:

Schon gewusst? Zwei Flaschen Wein ersetzen 10 Semester Philosophiestudium :D

DR 650 SE, SP 46 Bj. 96, 32000 km fährt mit eigenem Kopf aber XF-Motor 21000 km
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DR 650 Dakar, SP 41 Bj. 90, 32000 km, wartet auf Wiederbelebung :wink:

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