kupplung: belagwechsel

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martin58
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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von martin58 » 23 Okt 2018 13:06

das thema ist noch nicht abgeschlossen. gestern abend hatte ich endlich alles wieder montiert aber die kupplung rutscht total durch.

sobald wieder zeit ist (voraussichtl am wochenende), werde ich erneut angreifen.

das ebc-werkzeug ist wohl aus weichblei gebaut. es hat zwar seinen job gemacht, sich dabei aber massivst verwunden.
ich habe mal eine erste verstärkung gebaut, mal sehen, wie sich das bewährt.
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kupplungswerkzeug_verstaerkt.JPG

franz muc
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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von franz muc » 23 Okt 2018 14:52

Oh je. Der Bremslichtschalter ist im Weg,
das stimmt, der Deckel geht aber ab ohne
die Ölleitungen zu demontieren.

Zieht man die Zentralmutter zu fest,
verbiegt es die Anlaufscheiben.
40 - 60 Nm sagt das Buch. Dann
rutscht die Kupplung wieder.

Eine der Reibscheiben ist dicker als
der Rest. So eine sollte der Satz
enthalten haben.

Der Kupplungszug drückt auf einen
Bolzen. Denn kann man verkehrt
herum einbauen.

Ist der Kupplungszug ok? Vielleicht
hängts ja da?
DR 600 S,EZ 1990

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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von martin58 » 23 Okt 2018 15:07

danke für die hinweise.
kupplungszug ist neu.
die dr-kupplung gehört definitiv zur schwierigeren sorte. der aufbau ist nicht intuitiv verständlich. jedem neuling an dieser kupplung würde ich empfehlen, mit massivst zeitpuffer in völliger entspannung bei sehr guten lichtverhältnissen mit vollumfänglicher schrauberliteratur und vorab intensivster beschäftigung mit dem aufbau an den start zu gehen (ungefähr das komplette gegenteil meiner herangehensweise bei der dr: heimische garage im halbdunkel, permanente hektik wg gefühlten zeitmangels, keine ausdrucke zur hand ) also eigentlich selbst schuld .. ;-)

ich schraube ja nun seit fast 30 jahren an den unterschiedlichsten mopeten und deren kupplungen, aber eine solche kombination von fehlermöglichkeiten bei unachtsamkeit habe ich bisher noch nicht mal bei der bekanntermaßen diffizilen hd-ironhead kupplung erlebt. die im übrigen auch "verkehrt herum" aufgebaut ist.

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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von Dennis » 23 Okt 2018 20:06

martin58 hat geschrieben:
23 Okt 2018 13:06
ich habe mal eine erste verstärkung gebaut, mal sehen, wie sich das bewährt.
Hi,

da kann ich nur den Putzlappen empfehlen :-)

Blöde Frage: Wieviel Spiel ist oben am Kupplungshebel?

Die dicke Stahlscheibe braucht man eigentlich nicht zwingend, muss auch so funktionieren.

Viele Grüße
Dennis
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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von martin58 » 24 Okt 2018 06:22

moin dennis, vielen dank für die tips!
spiel habe ich hinreichend am hebel. ich schraube gleich den kupplungsdeckel noch mal runter und gehe in eine neue runde ..

wie schon geschrieben bin ich mir fast sicher, auf grund von hektik & schlechtem licht einen montagefehler begangen zu haben. das ergebnis wird beri chtet.

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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von martin58 » 25 Okt 2018 06:13

und nun die lösung des rätsels:
es war mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ein montagefehler. sehr wahrscheinlich ist die letzte stahlscheibe mit ihrer aussenverzahnung nicht in die kupplungsdruckplatte eingefädelt. dadurch war die kupplung quasi ausgerückt arretiert.
das kann passieren, wenn man beim einfädeln der platten nicht sorgfältig vorgeht. nun ist die 600er wieder am start und die vorbereitungen zur reise können weitergehen.
vielen dank an alle tipgeber für die unterstützung!!

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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von martin58 » 25 Okt 2018 08:19

seit heute morgen schmückt ein neues motiv meine werkstatt:
IMG_9101.JPG

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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von deFlachser » 25 Okt 2018 10:32

Hätte auch gerne ne Werkstatt zum schmücken :(
Gruß Stefan
Erfahrung verhält sich proportional zur Masse des zerstörten Materials :roll:

Schon gewusst? Zwei Flaschen Wein ersetzen 20 Semester Philosophiestudium :D

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Re: kupplung: belagwechsel

Beitrag von dothebeat » 06 Nov 2018 15:01

Bin ja froh diesen Beitrag zu lesen!

Bei mir hat diesen Sommer die Kupplung angefangen schlecht zu trennen. Also ab ins Forum und nach kurzer Suche neue Anlaufscheiben und Deckeldichtung bestellt. So weit, so gut....

Normalerweise ist eine Kupplung ja echt keine Hexerei und in recht kurzer Zeit erledigt. Ausbauen war ja auch kein Problem (gut, dass man dazu das halbe Motorrad zerlegen muss ist jetzt nicht optimal, aber es gibt weitaus schlimmeres....).
Der Aufbau der Kupplung hat mich aber dann schon sehr überrascht: Ich war echt froh als ich das Ding wieder zusammen hatte. Ich brauchte ein paar Versuche und einen tiefen Griff in die Kiste mit den Schimpfworten. Glaube kaum, dass ich jetzt noch in den Himmel komme :twisted: :lol: .

Jedenfalls bin ich froh hier noch einen Leidensgenossen zu lesen. Ich fühle mich ab sofort weniger unzulänglich.

Interessant war übrigens der Zustand meiner Anlaufscheiben: nach gut 17'000km konnte man Schleifspuren rund um die Bohrung sehen. Sah allerdings nicht so schlimm aus und war gemessen jeweils knapp 0.01mm!! (ja ich hab das richtig gemessen). Ich war echt skeptisch dass 2 hundertstel der Grund für die schlecht trennende Kupplung sein könnten. Mit den neuen Anlaufscheiben trennt die Kupplung aber wieder perfekt. Scheint ein echtes Präzisionsinstrument zu sein so eine DR Kupplung. :roll:

Bin froh dass ich es hinter mir habe. Ich hoffe sehr, da nicht so schnell wieder ran zu müssen.

Gruss
Beat

PS: Mein 5-Minuten Eigenbau Gegenhalter sieht zwar weniger schick aus als der von EBC dafür war da keine Verwindung....

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