Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von twostroke » 22 Mär 2019 10:16

Moin!

Das ist ja alles recht und schön, aber....

Die Diskussion führt doch zu nix. Ich finde die Idee mit dem "Siphon" recht gelungen, würde mir auch einleuchten.

Warum probiert man das nicht aus? Dadurch würde man dafür sorgen dass im Fall des Versagens vom Schwimmerventil trotzdem nicht der Motorraum geflutet wird weil ja der Weg nach draussen frei ist. Man muss nur drauf achten dass der Siphon nicht über dem Ansuagtrakt liegt.

Das kostet doch nicht die Welt an Zeit, nur bisle Schlauch und bisle tüfteln...

Einfach mal ausprobieren. Wer meldet sich freiwillig?

Gruss Dominik (der seine SP46 mit original BST40 jetzt auch schon ne Weile stehen hat, mal kucken wie die jetzt anspringt :mrgreen: )
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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von deFlachser » 22 Mär 2019 12:53

Hallo,
twostroke hat geschrieben:
22 Mär 2019 10:16
Die Diskussion führt doch zu nix. Ich finde die Idee mit dem "Siphon" recht gelungen, würde mir auch einleuchten.
hatte eigentlich schon gehofft, das es was bringt.

Weiß nicht ob ich die Zeichnung der AT richtig deute. Waren dort früher (rot) nur die Ablasschläuche dran und die haben
bei der A-Version die Entlüftungsschläuche (blau) erst dazu gemacht, bzw. verbunden? Also erste Version (rot) ohne Entlüftungsschläuche bzw. separat verlegt? Die bilden dann wohl den beschriebenen auffem Kopf Syphon.
Nun sind die Entlüftungsschläuche mit den Ablasschläuchen verbunden. Warum soll da jetzt nichts mehr verdunsten, ist doch auch offen, oder?

Umgesetzt auf den BST40. Entlüftungsschlauch mit Bogen nach oben verlegen, mittels T-Stück mit dem Ablasschlauch verbinden und dann das Ende wieder zwischen Rahmen und Schwinge verstecken?

Bitte klärt mich mal bitte auf, vielleicht sitze ich ja gerade auf so einem Schlauch :lol:

Gruß Stefan
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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von Dennis » 22 Mär 2019 13:18

Hi,

so isses. Rot = alt, blau = zusätzlich bei späteren Modellen hinzugebaut.

Bei den alten Modellen ist da, wo oben zwischen den Vergasern das T-Stück ist ein kurzer Schlauch aufgesteckt, der sich verjüngt. Aber vielleicht nu so 4cm lang ist und dann auch noch nach oben schaut. Dadurch verdunsten wohl die zündfähigen Anteile des Sprits, die Schwimmerkammer leert sich wohl aber dadurch nicht wirklich. So habe ich es verstanden.

Gruß
Dennis
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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von deFlachser » 22 Mär 2019 13:59

Ok, wenn die so kurz waren, verdunstet es wohl zügig.

Kann aus dem Stehgreif nicht sagen, wie lang die beim BST sind bei der Dakar.
Müsste ich mal näher untersuchen, glaube aber der ist auch bis zwischen Schwinge
und Rahmen geführt, also eh recht lang im Verhältnis zur AT.
Also glaubt ihr, das durch die längeren Schläuche wenig bis nichts verdunstet, bzw. es länger dauert?
Nun ist es mir aber trotzdem nicht klar, was es mit dem Siphon auf sich hat :?

Wie beim Destillieren, die flüchtigen Stoffe steigen im Schlauch nach oben, kondensieren oben
im Bogen und laufen als zündfähiges Gemisch zurück in die Schwimmerkammer? :wink:

Nee, im Ernst, vielleicht hat ja jemand eine Erklärung für die Syphonkonstruktion.

Gruß Stefan
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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von Eintopftreiber » 22 Mär 2019 20:50

:shock: :shock:

Ist mir ein totales Rätzel von was ihr hier redet ?

Das würde mich mal echt interessieren wo hier der Hund begraben liegt ??

Nach zwei Tagen sollte die Suppe aber noch sowas von zündfähig sein ! ?
oder nicht ?

Ich glaube wenn der Schwimmer und das Schwimmerventil arbeitet wie es soll, sollte dort kein Problem sein sofern der Vergaser richtig eingestellt ist.
Selbst wenn alles verdunstet ist und du den Benzinhahn auf PRI stellst, sofern du auf das Unterdruckhähnchen verzichtet hast, dann ist es egal wird die leere Kammer geflutet bist das Ventil schließt.


Egal ich bin mal gespannt was die Lösung bringt

Grüße

Jörg
...was annerschwu ä Blummewas des is bei uns ä Dubbeglas...

Hmmmm immer wenn ich rechts drehe wird die Landschaft schneller

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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von hiha » 23 Mär 2019 07:59

Mein Senf:
Wenn ein Motor so empfindlich auf Altsprit reagiert, ist meist die CDI-Ladespule altersschwach. Teichmann in München prüft und repariert sowas qualifiziert.
Gruß
Hans

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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von Eintopftreiber » 23 Mär 2019 08:49

Das war schon mal im Gespräch, und es ist einleuchtend was du sagst hiha. Ich denke sich das man sich oft zu schnell auf nur eine Möglichkeit einschießt.

Gespannte Grüße

Jörg
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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von dothebeat » 25 Mär 2019 08:44

hiha hat geschrieben:
23 Mär 2019 07:59
Mein Senf:
Wenn ein Motor so empfindlich auf Altsprit reagiert, ist meist die CDI-Ladespule altersschwach. Teichmann in München prüft und repariert sowas qualifiziert.
Gruß
Hans
Werde das mal verfolgen. Scheint mir irgendwie plausibler als die Sache mit der Entlüftung - immerhin haben das alle (oder zumindest die meisten) Mopeds. Nur zur Sicherheit habe ich jetzt mal den Entlüftungsschlauch abgeklemmt. Falls es wirklich das ist, sollte Sie ja dann problemlos wieder anspringen. Bin jetzt erstmal eine Woche weg, das wird also gleich ein Langzeitversuch :lol:

Gruss
Beat

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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von dothebeat » 08 Mai 2019 09:37

Kleines Update:

Ich habe ja zuletzt mal den Entlüftungsschlauch abgeklemmt und sie dann mehr als eine Woche stehen lassen. Resultat: springt an. Das hat sie nach so langer Zeit noch nie gemacht! Heureka!
Bloss, da jedes mal den Schlauch abklemmen ist jetzt auch nicht so das Wahre. Also wollte ich mal versuchen ob es etwas hilft, den Entlüftungsschlauch von seinem serienmässigen Ort im Rahmenrohr nach unten also parallel zum Vergaser Überlauf zu legen.
In der Zwischenzeit habe ich es noch ein paarmal versucht und dabei festgestellt, dass es offenbar einen Unterschied macht ob ich sie auf dem Seitenständer oder vertikal stehend anzukicken versuche. Resultat: auf dem Seitenständer geht nach 2+ Tagen nichts mehr. Vertikal geht es immer.
Die einzige plausible Erklärung dafür scheint zu sein dass der Schwimmer bei schräg stehendem Motorrad klemmt (der Vorbesitzer hat einen gekürzten Ständer eingebaut, deshalb steht sie ein bisschen schräger als normal), also klein Sprit nachläuft um den verdampften zu ersetzen. Ergo startet sie nicht mehr.
Ich war nach Ostern Zwei Wochen im Urlaub und hab das gestern nochmal getestet: Motorrad springt vertikal stehend problemlos an (2Kicks ohne Zündung und dann auf den ersten Kick und das bei 2Grad Kälte).
Wenn ich gelegentlich mal den Nerv habe werde ich wieder mal den sch*§#% Vergaser runter nehmen und den Schwimmer gängig machen. Ich hab an dem Mistding schon viel zu viel Zeit und Geld verbraten (Dichtsatz, neue Düsen, neuer Schwimmer) da hätte ich mir besser bei Hessler einen schönen neuen Mikuni gekauft und erst noch die volle Leistung jetzt....

Gruss aus der Schweiz
Beat

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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von Dennis » 08 Mai 2019 09:57

Hi,
dothebeat hat geschrieben:
08 Mai 2019 09:37
Ich habe ja zuletzt mal den Entlüftungsschlauch abgeklemmt und sie dann mehr als eine Woche stehen lassen. Resultat: springt an. Das hat sie nach so langer Zeit noch nie gemacht! Heureka!
prima. Sach ich doch :-) Dafür müsste man nur nich eine Lösung finden...

Bei meiner Twin mache ich die Schwimmerkammern leer, bevor ich sie starte, das nervt auch extrem. Da muss ich an die Entlüftung auch ran.
dothebeat hat geschrieben:
08 Mai 2019 09:37
Die einzige plausible Erklärung dafür scheint zu sein dass der Schwimmer bei schräg stehendem Motorrad klemmt (der Vorbesitzer hat einen gekürzten Ständer eingebaut, deshalb steht sie ein bisschen schräger als normal), also klein Sprit nachläuft um den verdampften zu ersetzen. Ergo startet sie nicht mehr.
Hm, ich würde davon ausgehen, dass bei schräg stehender DR die Schwimmermechanik auch funktioniert und nichts klemmt.
Dadurch, dass der Sprit aber zu einer Seite läuft, der Schwimmer aber natürlich erst viel später "aufmachen" würde als bei gerader DR.
Wenn man die DR dann gerade nimmt, verteilt sich der Sprit in der Kammer -> Stand zu niederig -> frischer Sprit -> springt an.

Daher würde ich den Aufwand mit Vergaser zerlegen sparen, ich denke das bring nichts.

Gruß
Dennis
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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von dothebeat » 08 Mai 2019 12:40

Vielen Dank Dennis, daran hab ich gar nicht gedacht. Macht Sinn. Ich hab so lang an dem Vergaser rumgedoktert...ich mag nicht mehr :roll:

Jetzt geniess ich erstmal den Frieden und hoffe, dass es das war und alles so bleibt. Den Entlüftungsschlauch werde ich trotzdem bei Gelegenheit nach unten verlegen, in der Hoffnung die Verdunstung ein klein wenig reduzieren zu können.

Grüsse aus der Schweiz
Beat

PS: somit habe ich ja jetzt endlich Zeit die Honda VFR750 meiner liebsten nach 13 Jahren aus dem Dornröschenschlaf wachzuküssen.....das Ding hat vier Vergaser.... :shock: :shock: :shock:

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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von twostroke » 08 Mai 2019 14:13

Ach...mach dir nicht ins Hemd :mrgreen:

Wenn der VFR-Vergaser erstmal runter ist (was tatsächlich die größte Herausforderung war) dann reinigt sich der wie ein einzelner. Nur halt 4mal so lange.

Ich hab hier https://dr-650.de/viewtopic.php?f=10&t=12731 was geschrieben, das erste Bild ist von meinem VFR-Vergaser weil ich keins vom BST hatte.

Das geht schon. Viel Erfolg!

Gruss Dominik
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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von dothebeat » 08 Mai 2019 16:31

Schluck.....die Vergaser sehen ja allerliebst aus. Ich befürchte genau sowas erwartet mich auch.....

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hue
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Re: Nach 2 Tagen Standzeit muss Schwimmerkammer entleert werden

Beitrag von hue » 10 Mai 2019 07:47

dothebeat hat geschrieben:
21 Mär 2019 08:37
Immerhin scheine ich nicht der Einzige mit diesem Problem zu sein....Trotzdem ist es extrem merkwürdig, dass schon nach zwei Tagen der Sprit so schlecht geworden sein soll. Haben meine anderen "Benzinspielzeuge" nicht!

Meine ist wie gesagt eine "Schweizer" SN41 mit dem BS40SS Gleichdruckvergaser. Wurde damals hier so gemacht um unseren Gesetzen zu genügen :roll:. Sie hat 18'000km (!) auf der Uhr. Der Vergaser wurde penibelst im Ultraschall gereinigt. Alle Düsen und Dichtungen und auch der leckende Schwimmer wurden ersetzt. Schwimmerstand nach Vorgabe eingestellt.

Dass die Entlüftung/Überlauf eine Rolle spielen kann, scheint plausibel. Andererseits hat das eigentlich jeder Vergaser....

franz muc: meinst du mit "Zündspule der Lima" jetzt die eigentliche Wicklung an der Lima (das wäre ja sche....) oder die Zündspule selber ( das wäre ja einfach...)? Kann man das messen? Ist die Alterung eine Frage der Zeit oder der Laufleistung? Meine hat nur 18'000km ist aber dieses Jahr knackige 30.

Bin gespannt ob ich das endlich abstellen kann. Falls nicht: gibt es eine bessere Lösung zum ablassen des Sprits als jedes Mal diese Schraube rauszudrehen und sich die Hände zu verdrecken?

Gruss
Beat
Das Problem mit der Zündspule kann ich bestätigen. Die Erregerspule liefert einfach nicht mehr genügend um die CDI nach 1-2 Tagen Standzeit "aufzuladen". Dann kickt man sich erstmal nen Wolf, bis sie anspringt. Wenn sie gelaufen ist, gehts dann problemlos. Aber wenn sie wieder gestanden hat, geht das wieder von vorne los. Nach dem ich auf eine Ignitec CDI gewechselt habe ist das kein Thema mehr, die holt sich den Strom von der Batterie. Bei einer hab ich ne ganz kleine LiFePo drinn, die reicht nichtmal das Licht anzuschalten, liefert aber genug Strom für die CDI.

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