DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

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uli64
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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von uli64 »

Servus!

...ich klinke mich hier mal ein:

1.)
racerDR650SP44 hat geschrieben:
31 Okt 2019 18:47
muss ich da wirklich das Öl zu ablassen um den Lima Deckel abzunehmen
- Nein, Moped leicht zur rechten Seite, ca 45° neigen/ablegen (ich lehne da 'ne Palette mit 'ner alten Matratze davor gegen die Wand und die Suzi da ran)
dann kannst den Deckel abnehmen, ggf. suppt trotzdem ein bissel Öl raus...
2.)
racerDR650SP44 hat geschrieben:
31 Okt 2019 18:47
Kurz vor dem Stillstand musste ich dann leider ein leicht schleifendes Geräusch feststellen (Motorseitig)
- könnte auch von dem Ausgleichswellenkette- /oder Antrieb kommen, hat die genug Spannung? ...aber auch nicht zuviel!!! Alles fest ?- Rädchen Spanner, usw.?

&: Zum Einstellen mit der LLGS braucht's GEDULD...

Gruß, Uli :mrgreen:
Mein Lieblingsspruch: ..."wenn man mal anfängt"... :roll:
siehe hierzu:viewtopic.php?t=11448 Renovierungsfred!
oder das da:viewtopic.php?f=15&t=12300 Kickermotor, mit dem Ergebnis:https://www.youtube.com/watch?v=MZCmif4 ... e=youtu.be
...und der hier, immer noch:...darf man auch mit Wurstfingern einem Vegetarier die Hand reichen?
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racerDR650SP44
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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von racerDR650SP44 »

Hallo,
habe nun die Erregerspule im kalten und betriebswarmen Zustand durchgemessen hat kalt 294 und warm 327 Ohm gehabt was ja im Tolleranzbereich von 240 bis 360 Ohm drin liegt sodass ich einen defekt ausschließen kann ?. Als nächstes werde ich mir mal die Ausgleichswellenkettenspannung ansehen. Startverhalten ist nach wie vor mit 5 bis 10 kicker nicht ganz zufriedenstellend. Das Ventielspiel wollte ich mir beim bald anstehenden Lenkkopflagerwechsel überprüfen. Die DR wird so langsam zum Dauer Gast in der heimischen Werkstatt;).

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CH-Patrick
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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von CH-Patrick »

Hallo Racer

Habe erhlich gesagt nicht den ganzen Text sauber gelesen und komme aus der DR600 mit Jahrgang 1987 Ecke...

Aus der Erinnerung heraus (Teichmann in München) kann die Zündungswicklung einen Windungsschluss haben, der statisch mit dem Mulitmeter so nicht gemessen werden kann. Auf jeden Fall habe ich die neu Wickeln lassen (die Batterieladewicklung war zu retten). Seither geht die Maschine immer wunderbar an, und dies seit 4 Jahren.

Weil ich eine SN41 habe kann ich nur sagen, dass die doppelten Widerstände (Kerze und Kerzenstecker) sich negativ auf den Zündfunken ausgewirkt haben. Ein Widerstand genügt!

Nun wünsche ich dir viel Durchhaltewillen und hoffentlich bald viel Freude mit dem Motorrad. Finde die Dinger einfach genial.

Gruss
Patrick
Geniesse meine 1987 DR 600 S
Bastle an meiner 1985 DR 600 S

racerDR650SP44
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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von racerDR650SP44 »

Eine Frage hätte ich da noch wenn ich die Ausgleichkette spannen will sollte es ja laut Handbuch bei meinem Modell schon ne Feder geben die nach dem lösen der Spannerschrauben die Kette auf die richtige Spannung bringt. Wenn jetzt aber evtl diese Spannfeder oder sonstige Bauteile etwas Verschleiß zeigen und die Spannung durch die Feder nicht ausreichen sollte, gibt es da noch Richtwerte wie stark der Durchhang / Spannung der Kette sein muss ? Merci für die zahlreiche Unterstützung bisher.
Gruß Tobi

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uli64
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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von uli64 »

Servus
racerDR650SP44 hat geschrieben:
26 Nov 2019 19:00
wenn ich die Ausgleichkette spannen will sollte es ja laut Handbuch bei meinem Modell schon ne Feder geben die nach dem lösen der Spannerschrauben die Kette auf die richtige Spannung bringt. Wenn jetzt aber evtl diese Spannfeder oder sonstige Bauteile etwas Verschleiß zeigen und die Spannung durch die Feder nicht ausreichen sollte, gibt es da noch Richtwerte wie stark der Durchhang / Spannung der Kette sein muss ?
...ich meine mich dunkel erinnern zu können, dass da 6mm "Durchhang" genehm sind...aber ohne Gewähr, kann jetzt leider nicht nachschauen...

Gruß, Uli :mrgreen:
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racerDR650SP44
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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von racerDR650SP44 »

Hallo Leute,
Jetzt ist doch schon wieder etwas Zeit vergangen und die nächste Saison steht quasi vor der Tür. Nach langem überlegen habe ich mir die Tage eine Sparker CDI von tigerparts bestellt, in der Hoffnung, dass diese den vermeintlich defekten Pickup umgeht und die DR wieder zuverlässig anspringt. Heute angekommen direkt verbaut und den extra 12 V Masseanschluss der den Erregerstrom vom Pickup umgehen soll angehängt. Aber leider hat das nichts verändert, die DR springt im kalt Zustand nach wie vor mit 8-9 kräftigen Kickern recht Bescheiden an was ziemlich nervt. Das einzig verwunderliche war mit der neuen CDI, dass nach dem Gas geben die Drehzahl kurz erhöht bleibt bevor sie wieder in den Leerlauf geht. Das war mit der Original CDI nicht so und nein der Gaszug hängt nicht fest ;). Jemand ne Idee was das bedeuten könnte. Als nächstes werde ich mir wohl ne gebrauchte Zündspule holen und testen. Sonst kann es ja eigentlich (nur) noch die Lima sein.. Vielleicht hat hier noch wer einen Rat?
Ps. Immerhin war der Lenkkopflager wechsel von Erfolg gekrönt.
Gruß Tobias

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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von Claus »

Ich sags mal so: Bei Zündungen, die ich beeinflussen kann (also wo man den Zündzeitpunkt einstellen kann), spricht dieses Verhalten für einen etwas zu frühen Zündzeitpunkt. Wenn der Motor ganz warm ist, und sie 2 Sekunden oder länger braucht, um von erhöhtem Standgas auf normales Standgas zurück zu kommen, wird das bestätigt. Kann auch zu mageres Leerlaufgemisch sein (selber Effekt). Aber wenn der Motor vor dem Tausch der CDI normal gelaufen ist, wäre das recht unwahrscheinlich.
wohin du gehst, da bist du dann...

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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von racerDR650SP44 »

OK ich habe aber die normale CDI bestellt und erhalten bei der man nichts umprogrammieren kann und soweit ich weiß die originale Zündkurve haben müsste. Danke für deine Ansicht klingt nachvollziehbar.

Claus
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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von Claus »

Du hast ja die andere CDI noch. Steck halt nochmal um. Starten tut sie ja gleich schlecht. Wenn das verzögerte Zurückkommen in den Leerlauf weg ist, war es die CDI.
Eventuell hast Du ja auch andere Probleme (falsche Werte am Geber usw). Da kenne ich mich aber (noch ) nicht aus. Ich bin eher der Alt-BMW -Mann. Die DR ist mein Spielzeug und mit der Zündung hatte ich noch keine Probleme und hoffe, daß das so bleiben wird.

Wenn Du weißt, was für Abgaswerte Du im Leerlauf hast (also eher mager zwischen unter 1% und etwa 2% CO. Im letzten TÜV-Bericht sollte das drin stehen), kannst Du mit der neuen CDI auch mal die Leerlaufschgemischregulierschraube weiter raus (fetter) drehen. Wenn es dann deutlich besser wird, macht die neue CDI einfach einen deutlich stärkeren Funken und dadurch brennt das Gemisch besser durch, dadurch wird die Verbrennung auch zu mager. Schreib dir auf, wie weit Du die Schraube veränderst, damit Du das ohne Hilfe rückgängig machen kannst und gehe in 1/4 Schritten vor. Entgültig möchte der Motor warm im Standgas zwischen 2,5 und 3,5% CO haben.
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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von DReck »

Wenn der Motor zu langsam abtourt, ist das kein Zündungsproblem, sondern die Ursache ist der Vergaser. Kann ein schwergängiger Gasschieber (oder Drosselklappe) oder die Grundeinstellung stimmt nicht. Ich hatte mal die gleichen Probleme mit meiner 44er, schlechter Kaltstart und nur verzögerte Gasrücknahme. Ursache war ein zu hoher Benzinstand in der Schwimmerkammer.

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Re: DR 650 SP44 BJ1993 Startprobleme

Beitrag von Claus »

Es gibt im Grunde nur zwei Gründe für schlechtes Abtouren: Frühzündung und zu mageres Leerlaufgemisch. (vorausgesetzt, daß mechanisch am Motorrad alles in Ordnung ist)
Beim schlechten Anspringverhalten gibt es auch so drei bis vier Gründe. Zu mager, zu fett, Zündung zu früh oder zu spät, zu geringe Zündspannung, falscher Zündzeitpunkt.
Das alles wurde ja schon von allen mitschreibenden Personen behandelt.
Eigentlich wäre jetzt eine strukturierte Suche dran. Seilzüge und Gasgriff prüfen, Leerlaufgemisch messen und falls schlecht, den Ansuagbereich auf Falschluft prüfen, wenn das o.k ist, den Vergaser entweder einstellen oder instandsetzen.
CDIs sind ja zwei Stück vorhanden zum Probieren. Pickups und Spulen messen bei kaltem und warmem Motor, Kabelverbindungen auf Brüche und schlechte Steckverbindungen prüfen. Im originalen Suzuki- Werkstattbuch ist eine Prüfanweisung für die CDI (allerdings geht die vom Suzuki Handtester aus, das kann Abweichungen geben)
Ich würde mit dem geringsten Aufwand anfangen (Falschluft mit Bremsenreiniger prüfen) und dann immer weiter ins Eingemachte. Vielleicht hat ja ein Nachbar einen CO-Tester oder man fährt kurz in eine befreundete Werkstatt (Kaffeekasse freut sich :wink: ) und steckt eben den Schlauch hinten rein. Bei der Gelegenheit kann man direkt während des Testens das Leerlaufgemisch entsprechend korrigieren (oder man weiß, daß was garnicht stimmt und hat einen Anhaltspunkt, wo man starten soll)
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