Aynchel hat geschrieben: 09 Jan 2026 09:50
Das kann ich gut verstehen denn meine R1100GS setz ich auch immer weniger ein weil sie mir einfach zu schwer ist
und ich die 90PS sowieso nur auf der deutschen Autobahn einsetzen kann, die ich kaum nutze.
1. Ich habe mit keiner Silbe den Sinn angezweifelt eine leichte Enduro zu kaufen. Was ich sage ist, dass die alten DRs für das was sie sind teuer gehandelt werden. Es gibt anders als vor 5 Jahren inzwischen einige Alternativen...
2. Eine F800GS wiegt fahrfertig 207kg und nicht wie die R1100GS 245kg. Der Gewichtsunterschied einer fahrfertigen DR650SE zur F800GS ist in etwa der gleiche wie von der F800GS zu R1100GS. Mit anderen Worten: Der Sprung von der F800GS zur DR650SE ist nur halb so groß wie bei dir. Und wenns die Transalp neben deiner DR geschafft hat, warum soll es keine F800GS packen?
Zuletzt geändert von DR500 am 09 Jan 2026 13:29, insgesamt 1-mal geändert.
Dann scheint es wohl ziemlich viele Narren auf 2 Rädern zu geben...spannende Sichtweise.
Wenn er von einem 207kg schweren Motorrad kommt, und was leichtes sucht, gibt es halt heutzutage Alternativen, die keine 170kg auf die Wage bringen.
Von einer BMW F800GS kommend rate ich eindringlich dazu, die SE erstmal probe zu fahren und dann weiter zu sehen und nichts zu überstürzen. Könnte mir schon gut vorstellen, dass ne DRZ400, CRF300 oder sowas in der Art eher das ist, was man unter leichtem Motorrad versteht.
DR500 hat geschrieben: 09 Jan 2026 13:31
Dann scheint es wohl ziemlich viele Narren auf 2 Rädern zu geben...spannende Sichtweise.
Wenn er von einem 207kg schweren Motorrad kommt, und was leichtes sucht, gibt es halt heutzutage Alternativen, die keine 170kg auf die Wage bringen.
Von einer BMW F800GS kommend rate ich eindringlich dazu, die SE erstmal probe zu fahren und dann weiter zu sehen und nichts zu überstürzen. Könnte mir schon gut vorstellen, dass ne DRZ400, CRF300 oder sowas in der Art eher das ist, was man unter leichtem Motorrad versteht.
Danke für deine Antwort. Die F800 wiegt leer 202 kg. Sprit kommt noch oben drauf.
Wie sieht es denn mit Zuverlässigkeit, Reisetauglichkeit (ich suche keine Crossmaschine), Gutmütigkeit, Service...
Aus.
Sonst bin ich für alle hilfreichen Infos offen.
Genau das ist die Stärke der DR, vor allem der SE.
Wenn gut gewartet sind sie sehr zuverlässig und robust, technisch recht einfach aufgebaut und unkompliziert zu reparieren.
Der Kompromiss aus Gewicht und Reisetauglichkeit passt meiner Meinung nach sehr gut - leicht genug um auch etwas anspruchsvollere Sachen gut zu packen, aber stabil genug um auch was schleppen zu können, und der 650er Motor hat dabei trotz überschaubarer Leistung trotzdem in gewissen Situationen noch ein bisschen den Punch den eine 300er oder so ggfs nicht hätte, mir taugt das sehr gut.
Achte beim Kauf auf Geräusche speziell im 3. Gang, bei der SE ist es zwar wohl nicht so extrem, aber auch die haben das Leiden mit Pitting an Getrieberädern.
Neutralschalter wurde schon gesagt, Schrauben einkleben oder mit Draht sichern, die können sich sonst lösen und ggfs durchs Getriebe wandern. Dazu muss die Kupplung raus, was kein Hexenwerk ist. Unbedingt dabei den Simmerring für Kurbelwelle rechts welcher im Kupplungsdeckel sitzt neu machen.
Achte drauf ob die obere Kettenrolle noch da ist. Wenn nicht halb so schlimm denn sie ist sowieso eigentlich unnötig, das Loch im Rahmen sollte aber zu gemacht werden.
Übersetzung lohnt sich etwas kürzer zu machen, ist ab Werk grenzwertig lang.
Am Zylinderkopfdeckel hats gerne ein wenig Ölverlust, ist in der Regel nicht schlimm und wenns etwas mehr ist auch schnell abgedichtet.
Die Fußdichtung am Zylinder ölt auch gerne mal, solange es nicht zu stark ist kein Problem, sonst Zylinder runter und auf Metalldichtung wechseln.
Die Anlassen neigen zum quietschen, klingt wie ein krähender Hahn, vor allem wenn man etwas länger orgeln muss. Ebenfalls kein Drama, lässt sich bei Bedarf mit einem Finger voll Fett beheben - es muss dazu aber der Anlasser geöffnet werden, zum Ausbau müssen Krümmer, Ölleitung und Steuerkettenspanner ab.
Vorsicht bei Baujahr 98 (und ggfs frühere EZ 99), eine zeitlang wurde statt Drehmomentbegrenzer im Anlassergetriebe ein starres Zahnrad verbaut, was bei eventuellem zurückschlagen des Kolbens das Motorgehäuse sprengen kann. Umbau ist möglich, aber nicht ganz billig, es braucht den Begrenzer und einen neuen Anlasser.
Kleine Anmerkung noch die man im Hinterkopf haben sollte: da die DR650SE in USA immernoch und in Australien bis vor ein paar Jahren neu erhältlich ist (nahezu unverändert seit 1996) ist die Teileverfügbarkeit an Originalteilen noch sehr gut, Gebrauchtteile sind hierzulande aber teilweise eher schwierig zu bekommen. Es gibt einen riesigen Zubehörmarkt, Import aus USA oder AUS ist aber ziemlich teuer. Einige teils auch brauchbare Sachen gibts dafür aber über AliExpress zu beziehen.
DR 650 SE '96 weiß - Dreckschleuder
DR 800 S '96 grün - mit Big Bore, Big Bremse und allem, hat grad kein Kopfweh mehr
DR 800 S '95 schwarz - alltags und Ersatzmoped
DR 750 Big '89 blau - wird restauriert, bleibt original
V-Strom 1000 Desert Express '18 gelb - wenns mal eilig ist
Hei,
eine leichte zuverlässige Sache ist auch das hier: https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/ ... 1-305-3610
Der 350er Suzukimotor ist über jeden Zweifel erhaben.
Das Fz. ist von der Laufleistung her fast neu.
An den 3.800€ kann ja vllt. noch gehandelt werden.
Flüssigkeiten wechseln und es kann losgehen.
Vom Alter her würde ich noch den Spritschlauch und die
Ölrücklaufleitung ersetzen, Centkram z.B. Marken Meterware von Gates, Conti o.ä.
Gewicht fahrfertig ca. 148kg. Der 350er Motor reicht.
Gruß Ulf, wieder Ritter Wendehals von Zehnprozent
Beta 4.0 = DR auf italienisch
W800 Eisenhaufen
Irgendwas geht immer
Hammi. Bogart hat geschrieben: 09 Jan 2026 14:22
Wie sieht es denn mit Zuverlässigkeit, Reisetauglichkeit (ich suche keine Crossmaschine), Gutmütigkeit, Service...
Aus.
Sonst bin ich für alle hilfreichen Infos offen.
DRZ400, CRF300, KLX300, Beta Alp, etc. sind kleine, aber zuverlässige Motorräder mit geringem Verbrauch.
Die 701/ 690 / ES700 ab Euro 4 (75 PS) sind ebenfalls zuverlässig, leicht, kosten allerdings mehr, haben dafür aber mehr Druck. Einfach mal gucken und vorallem Probe fahren…
Kommt auch ein Stück weit darauf an, ob man kaufen und losfahren will, oder ob es einen nicht stört nach dem Kauf erstmal alles neu zu machen.
Aynchel hat geschrieben: 09 Jan 2026 09:50
Das kann ich gut verstehen denn meine R1100GS setz ich auch immer weniger ein weil sie mir einfach zu schwer ist
und ich die 90PS sowieso nur auf der deutschen Autobahn einsetzen kann, die ich kaum nutze.
1. Ich habe mit keiner Silbe den Sinn angezweifelt eine leichte Enduro zu kaufen. Was ich sage ist, dass die alten DRs für das was sie sind teuer gehandelt werden. Es gibt anders als vor 5 Jahren inzwischen einige Alternativen...
2. Eine F800GS wiegt fahrfertig 207kg und nicht wie die R1100GS 245kg. Der Gewichtsunterschied einer fahrfertigen DR650SE zur F800GS ist in etwa der gleiche wie von der F800GS zu R1100GS. Mit anderen Worten: Der Sprung von der F800GS zur DR650SE ist nur halb so groß wie bei dir. Und wenns die Transalp neben deiner DR geschafft hat, warum soll es keine F800GS packen?
Das mag ja alles stimmen, aber der Markt regelt den Preis. Es betrifft ja nicht nur Motorräder die gefragt sind, sondern auch Autos. Und ja, die DR650Se ist schon
sehr nahe an einer Eierlegendenwollmilchsau dran. In jedem Winkel der Welt läßt sich die DR wieder reparieren, weil Sie einfach ohne viel Elektrokram aufgebaut ist.
Ich würde meine DR nicht unter 3500 Euro verkaufen wollen !
FrankausKöln hat geschrieben: 12 Jan 2026 13:05
In jedem Winkel der Welt läßt sich die DR wieder reparieren, weil Sie einfach ohne viel Elektrokram aufgebaut ist.
Das stimmt, das ist aber kein Alleinstellungsmerkmal der DR. Wenn man sich die Zeit nimmt, dann findet man genug Reiseberichte von KLX250 usw, die über 100.000 abgespult haben ohne größere Probleme.
Und ja, der Markt regelt den Preis. Deswegen ist die SE auch noch zu haben und wird es mit Sicherheit noch eine Weile sein.