Anpassung TM40 Vergaser an SP44

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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#91 

Beitrag von DR500 »

Schöne Instandsetzungsarbeit! Ich drück die Daumen, dass danach alles funzt ✊
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minibootsmann (09 Jun 2022 19:39)
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#92 

Beitrag von minibootsmann »

 Themenstarter

Moin,

so, fertig. 8)

Nachdem ich die neue CO-Schraube eingebaut und grob eingestellt hatte, konnte ich eine Testfahrt machen. Im warmen Zustand lief der Motor im Leerlauf zunächst wie ein Sack Nüsse, aber durch passende Einstellung der Leerlauf- und CO-Schraube konnte ich einen vernünftigen Leerlauf einstellen.

Jetzt zieht sie schön an, wenn ich am Gashahn drehe und ich kann endlich im dritten Gang mit 50km/h oder im vierten Gang mit 60-70km/h vor mich hin cruisen, ohne daß ich durchgeschüttelt werde. So kann man vernünftig im Straßenverkehr mitschwimmen.

Jetzt habe ich mal die Heckschürze vom Ruß aus dem Auspuff befreit und werde beobachten, ob es sich da wieder verfärbt...

Nachfolgend meine Zusammenfassung der Aktion (als Dokumentation für den interessierten Leser):

Aufgewendete Zeit: Mindestens 20 Mannstunden netto

Kosten:
  • Vergaser: 150,00€
  • Ersatzteile: 150,00€, davon 20,00€ Porto
Geplante / Offensichtliche Anschaffungen:
  • Aufnahme für doppelten Gaszug
  • HD, LD, Einspritzrohr
  • O-Ringe und Dichtungen
Ungeplante Anschaffungen durch Defekte (ohne Porto):
  • Schwimmerachse (30,00€ für den doch nicht benötigten Schwimmer)
  • CO-Schraube (6,00€)
Ein neuer Vergaser hat zum Zeitpunkt meiner Anschaffung ca. 370€ (inkl. Porto) gekostet.

Fazit: Ich habe für weniger Geld als eine Neuanschaffung einen gebrauchten Vergaser bekommen, der korrekt funktioniert.
Die investierte Zeit kann man als Geldwert betrachten, dann habe ich ein Verlustgeschäft gemacht.
Betrachtet man die Zeit jedoch als Qualitätszeit für Hobby und Weiterbildung, habe ich einen Gewinn erzielt, gemäß meinem Motto "Ich bin nicht zum Wissen, sondern zum Lernen auf Erden".

Hier als Doku für die Nachwelt mein Setup:
  • Original-Auspuffanlage
  • Airbox mit zweitem Einlass-Schnorchel
  • K+N Luftfilter
  • Hauptdüse: 135
  • Leerlaufdüse: 22,5
  • Düsennadel: 9DJY4-96-3
  • Nadeldüse: Y-6
  • Leerlaufluftdüse: 1,1
  • Hauptluftdüse: 0,0
  • Starterdüse: 45
  • Einspritzrohr: 0,40
  • CO-Schraube: 1,5 (zu Anfang, jetzt nach Drehzahl nachgestellt)
  • Schwimmernadelventil: 3,8
  • Schwimmerstand: 19mm
  • Einstellung Beschleunigerpumpe:
    - Spiel Geberhebel/Druckstange: 1,0mm
    - Schraube Endanschlag: 7,0mm Überstand
Viele Grüße und ein schönes Wochenenede mit viel gutem Motorradwetter!
Helmut
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juggernau (09 Jun 2022 19:35) • franz muc (09 Jun 2022 20:35) • DR500 (09 Jun 2022 23:20) • deFlachser (10 Jun 2022 06:02)
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#93 

Beitrag von franz muc »

Du hast den Vergaser besiegt, nur das zählt! Gratulation!

Und in der Wüste kannst Du den nun reparieren, während andere leider verdursten müssen, wegen einem 2 Ct. Scheibchen.

Respekt! Ich hätte das nicht durchgehalten.
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minibootsmann (09 Jun 2022 22:20)
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#94 

Beitrag von DR500 »

minibootsmann hat geschrieben: 09 Jun 2022 19:05 Betrachtet man die Zeit jedoch als Qualitätszeit für Hobby und Weiterbildung, habe ich einen Gewinn erzielt, gemäß meinem Motto "Ich bin nicht zum Wissen, sondern zum Lernen auf Erden".
Sehr sympathische Lebenseinstellung! 🙏🙏🙏

Beste Grüße
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minibootsmann (10 Jun 2022 07:10)
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#95 

Beitrag von minibootsmann »

 Themenstarter

Moin,

es gibt noch eine Ergänzung.

Seit der Vergaser-Revision gab es immer noch das Problem, daß der Motor kalt sehr schlecht ansprang und oft nach einigen hundert Metern (oder einigen Sekunden im Stand) ausging. Danach musste ich die Standgasschraube maximal hereindrehen (=höchste Leerlaufdrehzahl) und seeeehr oft treten, bis der Motor wieder ansprang. Das konnte durchaus eine Sunde dauern...

Nachdem ich nochmals den Vergaser geprüft hatt, fiel mir ein, daß ich ähnliche Probleme bereits im März 2019 hatte (hier der entsprechende Faden). Damals war die Verkabelung einfach schlecht und durch Kontaktprobleme gab es den ganzen Ärger.

Also habe ich nochmals die Verkabelung geprüft und durfte feststellen, daß die Zündkabel kaum noch Kontakt mit den Kerzensteckern hatten. Die konnte ich ohne Kraftaufwand rausziehen. :shock:

Nachdem die Zündkabel wieder vernünftig verbunden und alle Steckverbindungen geprüft und gereinigt waren, sprang der Motor viel besser an. Bei der ersten Testfahrt stellte sich jedoch heraus, daß der Motor im Leerlauf nicht sauber lief. Also habe ich anstelle der 22,5er Leerlaufdüse die eigentlich vorgesehene 25er Düse verbaut und jetzt ist alles fein. :mrgreen:

Der Motor startet mit Choke, dieser kann nach einigen Sekunden oder 100m deaktiviert werden und danach gibt es keine Probleme mehr. Im kalten und warmen Zustand läuft der Motor sauber und auch die Leerlaufdrehzahl bleibt stabil.

Hoffentlich war's das jetzt. :roll:


Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

VG, Helmut
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#96 

Beitrag von franz muc »

Top gelöst!
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minibootsmann (03 Jul 2022 20:24)
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#97 

Beitrag von minibootsmann »

 Themenstarter

Moin,
minibootsmann hat geschrieben: 03 Jul 2022 10:10[...]Also habe ich anstelle der 22,5er Leerlaufdüse die eigentlich vorgesehene 25er Düse verbaut und jetzt ist alles fein. :mrgreen:[...]
Leider ist immer noch nicht alles fein. Das Motorrad läuft grundsätzlich prima und springt auch gut an. Wenn ich direkt losfahre ohne groß anzuhalten, komme ich klar, aber sobald ich mit kaltem Motor anhalten muss, stirbt der Motor ab und lässt sich nur noch starten, indem ich die Leerlaufschraube komplett reindrehe, also maximale Leerlaufdrehzahl einstelle. Was danach beim Fahren passiert, kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen. :shock:

Mittlerweile habe ich auch die von Topham empfohlene 145er Hauptdüse wieder eingebaut, also sieht mein Setup so aus:

Original-Auspuffanlage
Airbox mit zweitem Einlass-Schnorchel
K+N Luftfilter
Hauptdüse: 145
Leerlaufdüse: 25
Düsennadel: 9DJY4-96-3 (Sprengring genau in der mittleren Kerbe!)
Nadeldüse: Y-6
Leerlaufluftdüse: 1,1
Hauptluftdüse: 0,0
Starterdüse: 45
Einspritzrohr: 0,40
CO-Schraube: 1,5
Schwimmernadelventil: 3,8
Schwimmerstand: 19mm
Einstellung Beschleunigerpumpe:
- Spiel Geberhebel/Druckstange: 1,0mm
- Schraube Endanschlag: 7,0mm Überstand

Wenn der Motor mit gezogenem Choke gestartet wird, kann ich in dieser Einstellung kaum die Drehzahl erhöhen. Der Motor nimmt Gas an (Beschleunigungspumpge?), läuft aber in Drehzahlen über Leerlauf extrem unruhig. Schiebe ich den Choke nur ein kleines Stück zurück, läuft der Motor in höheren Drehzahlen ruhig. Aber wenn ich das mache, fällt die Leerlaufdrehzahl so weit ab, das der Motor abstirbt.

Derzeit fahre ich also einige hundert Meter mit einem bockigen Motorrad, denn der beschriebene unruhige Lauf wirkt sich beim Fahren als extremes Bocken aus. Wenn ich am Gasgriff ziehe, wird sehr stark beschleunigt, drehe ich den Gasgriff minimal zurück ("Ende der Beschleunigung"), werde ich fast über den Lenker geworfen.

Ist der Motor annähernd warm genug, kann ich den Choke etwas zurückschieben und alles ist gut. Bei richtig warmem Motor habe ich überhaupt keine Probleme.

Der Vergaser wurde gründlich gereinigt. Alle Kanäle wurden gespült, alle Düsen im Ultraschall gereinigt und danach nochmals mit feinen Kupferadern gesäubert.
Alle O-Ringe, Federn und Beilagscheiben sind neu.
Alle Düsen bis auf die Nadeldüse mit der Düsennadel sind neu.

Ich bin etwas ratlos. :oops:

Mein Freund und Nachbar meinte, ich könne versuchshalter die Düsennadel um eine Kerbe höher hängen, um den Motor im Teillastbereich etwas fetter laufen zu lassen.

Kann man von den beschriebenen Problemen (Bocken im kalten Zustand bei etwas höheren Drehzahlen) auf ein zu mageres Treibstoffgemisch schließen? :?:

Naja, das wird noch eine nette Tüftelei. Zwischenzeitlich habe ich mich dabei erwischt, nach einem Dell'Orto PHM40 Vergaser zu suchen. Aber dann würde mein Elend ja wieder von Vorne beginnen...

Habt noch ein schönes Wochenende und hoffentlich einige schöne Touren!

VG, Helmut
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#98 

Beitrag von DR500 »

Moin,
ist der kleinen Anschluss vorne rechts via Blindstopfen verschlossen? Das fehlen könnte die diffusen Probleme erklären.
98B9C7FE-32E1-4AC0-81E3-CC79AD9D865C.jpeg
Denkbar wäre auch, dass du die CO Schraube einstellen musst (Schraube rausdrehen und Standgas über Standgasschraube zurück drehen).

Anstelle die Schraube voll aufzudrehen könntest du auch einmal (bei ausgeschaltetem Motor) ruckartig Vollgas geben, wenn sie abgestorben ist. Danach sollte sie anspringen.

Gruß
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minibootsmann (20 Aug 2022 18:21)
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#99 

Beitrag von minibootsmann »

 Themenstarter

Der Blindstopfen ist per Schlauch am Benzinhahn angeschlossen. Das mit dem Gas geben werde ich Mal probieren!
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#100 

Beitrag von DR500 »

minibootsmann hat geschrieben: 20 Aug 2022 18:21 Der Blindstopfen ist per Schlauch am Benzinhahn angeschlossen.
Stimmt, die SP44 hat einen Benzinhahn mit Unterdruck. Das hatte ich kurz vergessen.
Vermutlich läuft der Vergaser im unteren Bereich zu mager.
Kontrolliert aber trotzdem auch mal das Ventilspiel. Diffuse kalt-warm Unterschiede können auch dort ihre Ursache haben. Ist eine weniger wahrscheinliche Quelle des Problems, aber ich würde es trotzdem ausschließen wollen.

Gruß
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minibootsmann (21 Aug 2022 10:03)
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#101 

Beitrag von franz muc »

Die Teile 36 und 38 waren zumindest beim VM 38 Flachschiebervergaser verkehrt herum in der Zeichnung vermerkt. Und, einer davon ist ein O-Ring. Dieser war bei mir undicht. Wahrscheinlich die Ursache für schlechtes Standgas.

https://images.cmsnl.com/img/partslists ... 0_14bb.gif

Hast Du die beiden Teile kontrolliert?
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#102 

Beitrag von minibootsmann »

 Themenstarter

Moin,

kurzer Zwischenstand:
franz muc hat geschrieben: 20 Aug 2022 20:31Die Teile 36 und 38 waren zumindest beim VM 38 Flachschiebervergaser verkehrt herum in der Zeichnung vermerkt. Und, einer davon ist ein O-Ring. Dieser war bei mir undicht. Wahrscheinlich die Ursache für schlechtes Standgas. [...] Hast Du die beiden Teile kontrolliert?
Lieber Franz, diese beiden Teile gibt es laut Explosionszeichnung vom Topham nicht beim TM40. An der Welle, an der der Gaszug und die Beschleunigungspumpe hängen, kann ich keine O-Ringe sehen.
DR500 hat geschrieben: 20 Aug 2022 18:37[...]Vermutlich läuft der Vergaser im unteren Bereich zu mager.
Kontrolliert aber trotzdem auch mal das Ventilspiel. Diffuse kalt-warm Unterschiede können auch dort ihre Ursache haben. Ist eine weniger wahrscheinliche Quelle des Problems, aber ich würde es trotzdem ausschließen wollen.[...]
Vielen Dank für den Tipp, lieber Tibor!

Vorhin habe ich Sitzbank und Tank abgenommen, um das Ventilspiel zu prüfen. Der Vergaserdeckel glänzte mir dabei so entgegen, daß ich mir dachte "Ach, dann schau doch zuerst mal nach der Düsennadel".

Nachdem ich diese ausgebaut hatte, habe ich sie einmal über eine glatte Oberfläche gerollt. Dabei durfte ich feststellen, daß die Nadelspitze schön im Kreis wanderte. Also ist die Düsennadel verbogen. :cry:
Außerdem läuft die Nadelspitze nicht durchgehend konisch zu, sondern hat eine leichte Einkerbung, die man fühlen kann, wenn man mit dem Finter die Nadel entlang fährt. :cry:

Hier mal eine vergrößerte Aufnahme der Spitze. Den von mir erwarteten geraden Verlauf der Nadelspitze habe ich rot eingezeichnet:
Nicht konisch zulaufende Nadelspitze
Nicht konisch zulaufende Nadelspitze
Naja, dann werde ich wohl eine neue Nadeldüse und Düsennadel bestellen, in der Hoffnung, das sich das Thema damit erledigt hat. Sonst bleibt fast nur noch das Ventlispiel übrig.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag! 8)

VG, Helmut
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#103 

Beitrag von minibootsmann »

 Themenstarter

Moin,
DR500 hat geschrieben: 20 Aug 2022 18:37[...]Kontrolliert aber trotzdem auch mal das Ventilspiel. Diffuse kalt-warm Unterschiede können auch dort ihre Ursache haben. Ist eine weniger wahrscheinliche Quelle des Problems, aber ich würde es trotzdem ausschließen wollen.[...]
da ich heute unerwartet ein wenig Freizeit übrig hatte, habe ich Tibors Rat befolgt und das Ventilspiel geprüft.

Das sind die Werte:
Am Einlass 0,10
Am Auslass 0,15

Da die genannten Werte so vorliegen, ändere ich da nichts, schließlich läuft der Motor mit den Einstellungen ruhig und ohne Probleme (zumindest, wenn er warm ist :roll:).
Die "krummen" Werte laut WHB (0,085 - 0,13) könnte ich mangels passender Fühlerlehre eh nicht einstellen. :|

Sobald die neue Nadel nebst zugehöriger Düse eingebaut und getestet wurde, werde ich wieder berichten.

Schöne Woche noch!

VG, Helmut
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#104 

Beitrag von DR500 »

Moin moin,
das passt schon! Ich geh auch davon aus, dass die Nadel die Ursache des Übels ist!

BG
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Re: Anpassung TM40 Vergaser an SP44

#105 

Beitrag von minibootsmann »

 Themenstarter

Moin,

noch weiß ich nicht, ob ich mich freuen darf.
Immerhin haben sich meine positiven Beobachtungen und Erfahrungen oft als trügerisch herausgestellt und nach einiger Zeit war dann doch nicht alles toll...

Gestern habe ich die neue Düsennadel und Nadeldüse verbaut.
Eine darauf folgende Testfahrt verlief eher ernüchternd. Bei kaltem Motor und voll gezogenem Choke bockte das Motorrad nicht mehr, ging aber fast aus.
Nahm ich den Choke etwas zurück, war alles gut. Auch ging der Motor mit nicht voll gezogenem Choke im Standgas nicht mehr aus.

Irgend etwas war aber immer noch nicht in Ordnung...

Wieder daheim habe ich zusammen mit meinem Schrauber-Kumpel nochmal den Tank abgenommen und den Choke-Kolben ausgebaut sowie den Schwimmerkammerdeckel entfernt.

Mit einer passenden "Tülle" habe ich Bremsenreiniger in den Kanal gesprüht, durch welche das Kaltstartgemisch aus der Schwimmerkammer zum Kaltstartvergaser gelangt. Der Bremsenreiniger kam unten in sattem Strahl an, dabei kann ich nicht ausschließen, doch noch einigen Dreck entfernt zu haben.

Außerdem habe ich den "Choke-Kolben" getauscht. Am Choke-Zug hing noch der Kolben vom BST-Vergaser, diesen habe ich durch den Kolben ersetzt, welcher am TM-Vergaser montiert war. Dieser Kolben ist etwas länger als der vom BST-Vergaser.

Heute habe ich den Motor in kaltem Zustand angekickt und er sprang sehr gut an. Standgas lief auf ca. 1600 U/min und ich bin losgefahren. Während der ersten einigen 100m habe ich die Geschwindigkeit bei voll gezogenem Choke erhöht und das Motorrad bockte nicht und war auch nicht kurz vorm absterben. Ich konnte ganz normal fahren, und als der Motor warm gefahren war, führte ein Ziehen am Choke-Hebel dazu, daß sich die Drehzahl erwartungsgemäß erhöhte.

Das Bocken und absterben ist (derzeit) weg. Außerdem ist das vorher immer noch bemerkte Ruckeln des Motors im Drehzahlbereich um 3.000 - 3.500 U/min beim Fahren nicht mehr da. Jetzt merkte ich eher, daß die Kette bei niedriger Drehzahl anfing zu schlagen, aber das darf sie auch und so fahre ich ja eigentlich auch nicht.

Nach jetziger Beobachtung ist alles Gut. Runder Motorlauf in kaltem und warmem Zustand mit und ohne gezogenen Choke.

Jetzt kann ich nur hoffen, daß das so bleibt und ich mit der neuen Nadel schlussendlich die Bedüsung / das Gemisch vernünftig einstellen kann.

Habt eine schöne Restwoche und allen Beteiligten viel Spaß auf dem Treffen!

VG, Helmut
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deFlachser (24 Aug 2022 20:13) • Dennis (24 Aug 2022 21:40) • franz muc (25 Aug 2022 06:57)
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