usd gabel

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klopfer
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usd gabel

#1 

Beitrag von klopfer »

 Themenstarter

hi, bin auf der suche nach einer usd gabel, wer kann mir helfen, geringer aufwand fürs einbauen, umbauen?
was könnt ihr mir empfehlen??
dr 650 sp bj 96
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ELVIS
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#2 

Beitrag von ELVIS »

Geringer Aufwand fürs einbauen ? Hu, das wird nichts, da Du auch die Gabelbrücken adaptieren musst. Die Originalbrücken ändern is nich, da die USD einen viel größeren Durchmesser in der Klemmung braucht. Hessler hat, glaub ich, geänderte KTM-Brücken im Angebot, aber das wird ein teurer Spaß...
Machbar ist das alles, aber wozu ? Lass die Ori-Gabel bei FRS o.a. überholen, neue Federn und ein ordentliches Setup, macht eher Sinn.
Oder SE verkaufen und gleich ne LC 4 kaufen :-)
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Martl
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#3 

Beitrag von Martl »

guggst du hier:

UPS-Gabel
"Es gibt scho gnuag di ma soang wos i tua soi, da datst ma du groat obgehn"
It's not the fall that kills, it's the sudden stop at the end

DR 650 R [SP44B] Bj 93 Bild
LukasM
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#4 

Beitrag von LukasM »

Die WP Gabeln von KTM sind relativ problemlos einzubauen. Seit Anfang der 90er ist das Lenkkopfrohr das gleich dimensioniert und passt ohne Umbauten in die SP46. Du musst nur die KTM Lager in den DR Lagerschalen verwenden und dann oben noch eine 2-3mm starke Beilagescheibe als Distanz für das Dichtungsblech.

Bild

Du kannst also WP40, WP43 und WP48 mm USD und auch die WP50 Extreme konventielle Gabel aus EXC, SX und LC4 Modellen verwenden.

Bild

Bei der LC4 Gabelbrücke gibt es eine Interferenz mit der Aufnahme für das DR Lenkschloss, dieses musst du entfernen, oder du nimmst einfach eine EXC Brücke da bei der die Bolzen nicht unten überstehen:

Bild

Am einfachsten ist es wenn du auch die restlichen Teile aus der KTM/Husaberg Pallette behältst, dann musst du es einfach nur dran schrauben. Da gibt es zum Glück eine Riesen-auswahl von Bremsen - von 2 Kolben 260mm bis zu 8 Kolben 320mm - und Rädern -17" und 21"- die oft gebraucht auf Ebay zu haben sind.

Ich habe selber zwei komplette (Gabel, Bremse, Räder) Front-Setups für Offroad/Reise und Supermoto. Ich kann den Umbau in weniger als 30 Minuten machen da ich nur die Gabelbrücke öffne und 2 Schrauben am Handbremszylinder:

Bild

Bild
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ELVIS
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#5 

Beitrag von ELVIS »

Wow, gut erklärt...dann nehme ich alles zurück und behaupte sofort das Gegenteil :-)
Muß ich mal ausprobieren, ne LC4-Gabel hab ich noch..
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Mike_Heaven
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#6 

Beitrag von Mike_Heaven »

Hallo, ein Bekannter von mir, der seit vielen Jahren KTM fährt, beschwerte sich immer über der die ... na ja ... "schlechten" bzw "stuckerigen" KTM-Gabeln. Er hat sie für ein horrendes Geld beim Spezialisten abstimen und überarbeiten lassen.

Vielleicht memmt er nur rum, aber kann es sein, dass die Gabeln überschätzt sind?
Mike`s Umbau zum Funfighter <---- Galerie Nr. 192 ... der Link ändert sich im Board ab und zu ... nerv
Mike`s DR 650 Funfighter <---- Roll-Out und Soundprobe

Du sollst die Kurve und die Fliehkraft ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange driftest auf Erden!
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ELVIS
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#7 

Beitrag von ELVIS »

Überschätzt ? Ja, denke schon. Allerdings ist die Einstellbarkeit in Zug- und Druckstufe sicher ein Plus. Ich persönlich würde den Umbau nicht machen, könnte das nie ausreizen. Vernünftige Federn von Wirth, Wilbers und Konsorten rein und ein ordentlicher Ölwechsel hingegen bringen deutlichen Effekt für wenig Geld. Der Unterschied von ner LC4 oder EXC zur DR ist ingesamt so groß, da nutzt die ganze Umbauerei nichts... das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.
Aber wer immer den Fleiß und das Know-How zu solchen Umbauten mitbringt verdient Respekt :-)
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#8 

Beitrag von LukasM »

Mike_Heaven hat geschrieben:Hallo, ein Bekannter von mir, der seit vielen Jahren KTM fährt, beschwerte sich immer über der die ... na ja ... "schlechten" bzw "stuckerigen" KTM-Gabeln. Er hat sie für ein horrendes Geld beim Spezialisten abstimen und überarbeiten lassen.

Vielleicht memmt er nur rum, aber kann es sein, dass die Gabeln überschätzt sind?
Ich weiß nicht wirklich was mit "stuckerig" gemeint ist, bezieht sich das auf Losbrechmoment, geschmeidiges Eintauchen oder...?

Die Technik ist mittlerweile überall recht ähnlich und es gibt keine klaffenden Unterschiede zw. WP, KYB, Kayaba, Sölva, Showa etc vergleicht. Ich rede hier von Produkten in der selben Preisklasse, die auch ähnliche Verstellmöglichkeiten bieten (also nicht die DR Gabel). Das Geheimnis liegt viel mehr in der Abstimmung, die von Modell zu Modell und sogar zw. den Baujahren sehr unterschiedlich sein kann. Je nachdem wie nah man an den vom Hersteller vorgesehen Einsatzzweck kommt passt die dann mehr oder weniger. Daher kann man auch nicht alle KTM Gabeln in einen Topf hauen.

Meiner Meinung nach liegt der wirkliche Vorteil eine WP Gabel zu verwenden darin, das sie leicht gebraucht zu finden sind, es jede Menge Anbauteile (Bremsen, Räder, Preload-adjuster, etc) gibt und vor allem, das man so ziemlich alle Informationen zu Abstimmung etc gratis im Netz findet.

Vorausgesetzt man ist nicht zu faul oder komplett unfähig hat man als Amateur-Fahrer daher auch keinen Grund teures Geld für einen Fahrwerkspezialisten auszugeben. Solange man nicht auf Werksniveau geht (spezielle Beschichtungen, gefräste Teile etc) machen die nämlich auch nichts anderes als die Shims und Federn zu ändern. Also einfach ein erprobtes Shim-Paket raussuchen, Federn auf das Gewicht abstimmen (Serie ist meist ein 75kg Fahrer) und los gehts. Habe ich auch gemacht:

Bild

ELVIS hat geschrieben:Der Unterschied von ner LC4 oder EXC zur DR ist ingesamt so groß, da nutzt die ganze Umbauerei nichts... das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.
Der Äpfel und Birnen Vergleich trifft für mich mehr auf EXC vs. LC4 als auf DR vs. LC4 zu. Die 35 kg Unterschied bei ähnlicher Leistung sind einfach durch nichts zu verstecken.

Was genau findest du an der LC4 so viel besser als an der DR das nicht recht einfach umgebaut werden kann?
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#9 

Beitrag von ELVIS »

Ne EXC wiegt 115 kg vollgetankt ? Glaub ich nicht...
Aber andersrum wird auch ein Schuh draus : Was würdest Du von der DR an die LC4 bauen ?
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#10 

Beitrag von LukasM »

ELVIS hat geschrieben:Ne EXC wiegt 115 kg vollgetankt ? Glaub ich nicht...
Eine EXC wiegt trocken 114kg, die LC4 Enduro 148kg und die 640 Adventure sogar 158kg. Also 34kg Unterschied, mit vollen Tank und Betriebsflüssigkeiten sind noch mehr. Die DR wiegt 147kg zum Vergleich, und ist auch noch um einiges leichter abzuspecken.
ELVIS hat geschrieben:Aber andersrum wird auch ein Schuh draus : Was würdest Du von der DR an die LC4 bauen ?
Den Motor. Ist auch so ziemlich das einzige was an meiner DR nicht ausgetauscht wurde. Egal wieviel Geld du in eine LC4 steckst, die Vibrationen, die Unzuverlässigkeit und die Wasserkühlung wirst du nicht los. Deshalb bin auch auch von LC4 auf DR umgestiegen.

Der neue 690er von KTM ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn sie jetzt noch die Probleme mit der Einspritzung lösen und das Getriebe breiter abstufen wird das mein nächstes Adventure-bike.
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#11 

Beitrag von ELVIS »

Stimmt, laut KTM wiegt die EXC 114 trocken. Deswegen sprach ich von vollgetankt. Tatsächlich weiß ich es nicht.
Was ich aber weiß, ist, daß die 620 EGS laut KTM mal 128 bzw. 133 kg trocken wiegt, auf einer amtlichen Waage mit 20 Litern Sprit an Board knapp unter 150 Kilo bleibt, die E-Start 640 runde 155 kg wiegt...bei den Aktuellen ist der Unterschied ähnlich : rund 25 kg.
Die 147 kg Deiner SE kann ich mir auch nur trocken vorstellen.
Aber darum geht es ja hier nicht.
Was die Haltbarkeit betrifft : Da ist die SE sicher besser aufgestellt.
Nur ist das eben nicht das einzige Kriterium. Bring den Suzi-Motor mal auf die Leistung einer 640er und es wäre spannend zu sehen, was letztlich von der vielgelobten Haltbarkeit übrig bleibt.
Soll heißen : Die beiden Käthen die hier rumstehen haben 20 bzw. 35 tkm gelaufen ohne nenneswerte Macken, beide sind seitens der Vorbesitzer gut dokumentiert, also habe ich keinen Grund daran zu zweifeln.
Ich will auch nicht in die Wüste oder auf die Crosstrecke.
Ich mag die DR, vor allem die DAKAR, nur ist es schlicht ein gewaltiger Unterschied wenn ich dann auf eine LC4 steige. Subjektiv, versteht sich, wie alles Empfinden.
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#12 

Beitrag von Gast »

Gelöscht auf Userwunsch: Dennis (14.07.2009 22:24)
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Kolbenklemmer
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Re: usd gabel

#13 

Beitrag von Kolbenklemmer »

Ich spiele auch immer wieder mit dem Gedanken auf USD umzubauen. Doch verwerfe ich den Gedanken genauso schnell wieder. Die Gabel ist ja schnell gekauft. Doch dann braucht es ja auch die passende Brücke, Rad und Bremse. Mit viel Glück landet man unterm Strich bei 500 Euro. Lohnt sich das?... Mein Kopf sagt immer wieder NEEEEIN! Ahhh. Stimmt ja. Ein passendes Tacho braucht man ja auch noch. :-(
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Re: usd gabel

#14 

Beitrag von Gelöschter User »

Gabel mit Brücken sollte für unter 200 zu haben sein. Rad und Bremsattel garantiert keine 300...
Musst doch nur mal bei eBay paar Auktionen beobachten, dann kannst du dir die Frage selbst beantworten...
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el capitan
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Re: usd gabel

#15 

Beitrag von el capitan »

Ich habe für meine SP46 die komplette Front einer Husaberg (WP48, Achse, Gabel, Bremse) für 550 bekommen. Dann muss man noch adaptieren oder die richtigen Lenkkopflager finden, wird vermutlich mit der 260 mm Bremsscheibe nicht ganz glücklich etc.

ABER1: Inkl. Verkauf meiner Serienteile an einen jungen DR-Fahrer, der seine bei einem Umfaller am Randstein geknickt hat (ja, den Rahmen, die Brücken und die Gabel!) und Trinkgeld für das Ummontieren aller Teile auf einen gebrauchten Rahmen bin ich billiger weggekommen, als wenn ich mir aus UK oder USA den Gabeleinsatz von Ricor oder DDCs von Cogent Dynamics hätte kommen lassen.

ABER2: Mit ein wenig Arbeit am Federbein (Feder, Öl, Abstimmung) ist die DR dann auf dem Standard einer guten LC4: Liegt gut, bremst mit der schwimmenden 320er-Scheibe verdammt gut, verwindet sich auch ohne Gabelstabi nicht mehr. Und bleibt dabei eine DR mit langer Laufleistung, hoher Zuverlässigkeit und dem schönen Bums von unten. Ich habe den Umbau keine Sekunde bereut.
... endlich zum Einzylinder heimgekehrt: Schwächer, rudimentärer, langsamer, älter. Aber dennoch irgendwie lustiger. Könnte mir bitte jemand den Dauergrinser entfernen?
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