Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

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dangerousdave
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Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von dangerousdave » 02 Nov 2019 17:06

Hallo liebe Foristas,

ich habe eine Frage an euch Erfahrene zu meiner SP43b, und zwar habe ich seit den Offroad-Days (bin da hart am Limit gefahren) bzw. nachdem ich meine Straßenreifen kurz danach wieder aufgezogen habe das Problem, dass bei Kopfsteinpflaster oder jeglicher Art von Unebenheiten, ähnlich wie bei einem Kettenrutscher, die Kraftübertragung stockt. Reifendruck und Kettenspannung ist ok, Kette, Kettenrad und Ritzel habe ich erst vor kurzem erneuert und sehen auch top aus. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es am Federbein liegen könnte? aber keine Ahnung oder wirklich plausible Erklärung. Ich kann auch Vollgas geben und ich habe nicht das Gefühl der Motor dreht irgendwie durch oder so, er nimmt das gas normal an, aber es stockt halt wie oben angegeben und geht nicht ordentlich vorwärts. Bei den Offroad-Days trotz des harten Einsatz hatte ich keine Probleme.

Freue mich über jeglichen Ideen.

Grüße,

David
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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von Stollengaul » 02 Nov 2019 18:08

Hallo David,

Willkommen im Forum. Zu deinem Problem: Ist die Kolbenstange des Dämpfers trocken? Wenn dort ein Ölfilm ist verliert das Federbein an Dämpfung. Du kannst mal folgendes Versuchen:
Stelle dich neben die DR, die DR vom Seitenständer, und balancier das Motorrad aus. Hände auf die Stizbank und den Tank und dann die Federung schnell komprimieren und schlagartig entlasten. Wenn das Heck schneller Ein- und Ausfedert könnte es sein, dass sich dein Federbein verabschiedet hat.
Vieleicht hast du auch die Möglichkeit dich beim Überfahren von Kopfsteinpflaster von Hinten oder von der Seite beobachten zu lassen.
Wenn das Hinterrad springt und die Haftung verliert ist der Dämpfer hin.

Gruß
Markus
Binn ich ölig, binn ich frölich :D

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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von Motzkeks » 02 Nov 2019 18:48

Vielleicht haben die ORDs die Kupplung gekillt? Warum das ausgerechnet bei Unebenheiten auftritt, kann ich mir auf die Schnelle aber nicht erklären.
Einen kaputten Dämpfer merkt man eigentlich mit dem Popometer, macht auch ein massiv unsicheres Fahrgefühl. Konkret bei Kopfsteinpflaster zu dieser Jahreszeit würde ich noch schmierendes Hinterrad in Erwägung ziehen.

Wenns hackt statt rutscht, passt eventuell mit der Kette was nicht so recht. Ungleich gelängt? Flucht passt? Kraftstoffzufuhr und Gemischaufbereitung sind i.O.?
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dangerousdave
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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von dangerousdave » 04 Nov 2019 12:47

Moin Motzkeks und Markus,

Danke für die ersten Tips.
Ich Probier das mit der Dämpfung mal aus.
Also sicher hat sich die dicke in Kurven noch nie angefühlt, auch nach großem Heßler Service mit Ansage Federbein noch gut, fängt die wenn ich so Autobahnauffahrten mit 80-100 nehme (sprich engere längere schnellere Kurven) an zu schütteln wie Sau. Also als ob das Hinterrad superschnell hoch und runter vibriert, und das mit Conti Attack 2ern, also Straßenreifen. Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass das federbein einfach generell ganz schön mieß ist. Denn auf meiner uralten bj85 xj600 hatte ich sowas nie.
Motor, Gasannahme, Kupplung fühlen sich alles top an. Es sei dazu gesagt, sie hat letztes Jahr eine neue Carbon Kupplung bekommen, neuen flachschieber, Krümmer/Auspuff, Front Prof Federn, lenkkopflager und der Motor Check ergab alles noch im höchst grünen Bereich.
Mein Gefühl schließt Probleme mit Rutschen des Reifens aus, denn dann müsste sich das Motorgeräusch ja plötzlich verändern, das tut es aber nicht, als sie heult nicht auf.

Mir ist halt nicht klar ob dieser Effekt prinzipiell durch ein kaputtes Federbein allein ausgelöst werden kann.

Ich meld mich wieder nach ein paar Tests.

Danke,

David
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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von dangerousdave » 04 Nov 2019 16:52

Hi,

Also das federbein leckt nicht und scheint auch normal zu dämpfen. Auf jeden Fall federt es nicht nach oder so wenn ich es plötzlich Eindrücke sondern kommt relativ „sanft“ wieder hoch.

Ich such mal weiter... :roll:

David
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andreasullrich
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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von andreasullrich » 04 Nov 2019 19:53

dangerousdave hat geschrieben:
02 Nov 2019 17:06
Hallo liebe Foristas,

ich habe eine Frage an euch Erfahrene zu meiner SP43b, und zwar habe ich seit den Offroad-Days (bin da hart am Limit gefahren) bzw. nachdem ich meine Straßenreifen kurz danach wieder aufgezogen habe das Problem, dass bei Kopfsteinpflaster oder jeglicher Art von Unebenheiten, ähnlich wie bei einem Kettenrutscher, die Kraftübertragung stockt.
Nur so ein Gedanke.....
Du hast bei den Offroaddays also das Material sehr stark beansprucht.....

Du hast den Reifen gewechselt.......

Das Kettenrad auch?

Schon das kann nämlich die Ursache sein....

Du solltest nämlich das Kettenrad mit der Kette immer zusammen tauschen. Vor allem nach sehr starker Beanspruchung kann es hier schon gewaltige Dehnungsbeanspruchung gegeben haben. Dann läuft diese nicht mehr sauber. Das macht sich dann am allerersten in den Kurven und auf unebenen Straßenbelag bemerkbar und kann ein sehr unangenehmer Fahrfaktor sein.
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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von dangerousdave » 05 Nov 2019 10:51

Hi Andreas,

Ich hatte kurz vorher einen komplett neuen Satz verbaut, ritzel, Kette, Krad, meinst du das kann nach einem harten Einsatz Hinüber sein? Also die Ritzel und Kettenglieder sehen gut aus, ob das Krad in sich verbogen ist, habe ich noch nicht geschaut, müsste ich dafür ausbauen denke ich, aber das ist ein interessanter Punkt. Da würde wahrscheinlich ein Mÿ reichen um es unrund zu machen.

Danke, noch was zum checken.

Grüße,

David
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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von andreasullrich » 05 Nov 2019 19:00

dangerousdave hat geschrieben:
05 Nov 2019 10:51
Hi Andreas,

Ich hatte kurz vorher einen komplett neuen Satz verbaut, ritzel, Kette, Krad, meinst du das kann nach einem harten Einsatz Hinüber sein? Also die Ritzel und Kettenglieder sehen gut aus, ob das Krad in sich verbogen ist, habe ich noch nicht geschaut, müsste ich dafür ausbauen denke ich, aber das ist ein interessanter Punkt. Da würde wahrscheinlich ein Mÿ reichen um es unrund zu machen.

Danke, noch was zum checken.

Grüße,

David
Ich hatte das schon bei einem anderen Motorrad.
Neuen Kettensatz verbaut und ins Gelände damit. Einige Stunden dort kräftig hergenommen. Nachdem dann die Straßenreifen wieder eingebaut waren, war es schrecklich, damit noch auf Straßen zu fahren. Im Gelände hat man es nicht bemerkt.
Nachdem erneuten Wechseln der Kette und Kettenrad war alles wieder fahrbar.

Die Kette und das Kettenrad hatten sich aufeinander eingelaufen. Von aussen sahen diese Komponenten wie neu aus.
Aber mit dem anderen Kettenrad war es nicht mehr möglich, auf einer Straße zu fahren. Bei jeder Unebenheit und in den Rechtskurven war es echt schlimm.

Deshalb auch das prüfen.....
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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von Motzkeks » 05 Nov 2019 19:33

Ich werf mal noch ein verrecktes Lager an Schwinge, Umlenkung oder Rad in den Lostopf der möglichen Fehlerurusachen. :mrgreen:
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Re: Problem Kraftübertragung bei Bodenunebenheiten (ähnlich Kettenrutscher)

Beitrag von dangerousdave » 06 Nov 2019 12:17

Sehr interessant mit dem Einlaufen... auch die Umlenkrolle schau ich mir nochmal an!

Daanke!
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