ich bin neu hier, heiße Christoph, komme aus Köln und habe als Winter-, Stadt- und Spielmopped eine DR650 Dakar (SP41B) in dürftigem aber brauchbarem Zustand mit gerade mal 36.000km geschenkt bekommen (mein Nachbar hat keinen Bock mehr zu fahren - mein Glück: sprang anch 4 Monaten Standzeit nach einigem Kicken problemlos an!). Ansonsten fahre ich ein "kleines" Dickschiff (zur Africa Twin umgebaute und mit 800ccm-71PS-Thiel-Motor getunte Transalp... siehe hier)
Nun meine Fragen:
a) die Kiste ist laut Papieren gedrosselt. Fühlt sich auch so an. Sie läuft sehr schön los, wirkt dann aber in höheren Drehzahlen a weng zugeschnürt. Ansonsten klappert's ziemlich, läuft aber sehr gut!
Der "nette" Suzi-Mensch um die Ecke konnte (oder wollte?!) mir nicht genau sagen, wie man das Modell entdrosselt. Er sagte mir, dass die Kiste per Vergaser (Anschlag des Schieberkolbens) gedrosselt ist. Dabei hat er aber keine Möglichkeit gesehen, mir zu sagen, ob dieser Anschlag einfach heraus zu nehmen ist oder mit dem Vergaserdeckel fest verbunden ist und somit ein neuer Deckel her muss (wollte wohl gerne Geld verdienen mit einer Entdrosselung?).
Wer kann mir da was zu sagen?
b) Der Motor ölt stark am linken Zylinderkopf. Ist das eine typische Krankheit? Habe schon mit bekommen, dass regelmäßig die Kette der Ausgleichswelle gespannt werden muss und dabei auch die Zylinder-/Kopfschrauben festgezogen werden sollen. Meint Ihr, damit bekommt man das in den Griff oder ist die Dichtung dann gerne hinüber, wenn's schon so ölt?
Hier ein Foto des Zylinders: verölter Motor
Habe auch gelesen, dass die DR etwas niedrigen öldruck erzeugt - gibbs da ein "Heilmittel"?
c) Die Blinker gehen nur, wenn ich einmal die Bremse vorn oder hinten betätigt habe. Allerdings ist die Batterie auch komplett hinüber. Ich denke, dass das behoben ist, wenn eine neue Batterie drinne ist - oder was denkt Ihr? Hat die DR typische Elektrikprobleme?
d) Die Kupplung trennt ordentlich und rutscht auch nicht durch - auch wenn Sie auf den letzten Milimetern erst schließt. Der Griff ist aber sehr schwergängig und die Kupplung quietscht etwas, wenn ich sie kommen lasse. Die Verlegung scheint jedoch ordentlich. Meint Ihr, das bekomme ich mit einem neuen Zug hin? Oder gibt es andere Gründe für die Schwergängigkeit? Ich vermute, dass Zug ölen eher wegen einer Teflonummantelung keine Alternative zum neuen Zug ist? Ist das Quietschen ein Zeichen als Pfeiffen auf dem letzten Loch zu deuten?
e) gibbs hier jemanden aus Köln, der mir einen präferierten Suzi-Händler für den Teilekauf empfehlen kann?
Liebe Grüße vom Dom und danke für Eure kompetenten Antworten! Bin auch für sonstige Tipps dankbar - vor allem bzgl. typischen Schwächen und dessen, was ich für den anstehenden TÜV beachten sollte...
Chris




