Eine Tankladung zum reinigen?

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Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von EifelRider99 » 18 Jun 2017 09:13

Moin,
Wollte mal fragen ob hier jemand Erfahrungen damit gemacht hat den Motor mit einer Tankladung von shell ultimate oder vplus oder wie das gedöns auch heißt zu säubern? Also einmal sprit mit höherer klopffestigkeit rein um den brennraum mal zu säubern. :wink:
Sinnvoll oder nicht? Oder vielleicht sogar schädlich?

Gruß Felix

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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von DROldie » 18 Jun 2017 11:05

Hi Felix,
wie soll durch die Verwendung von XY-Ultramegasuperduper Sprit der Brennraum gereinigt werden, bzw. suberer werden? Es gibt Spritzusätze/Mittelchen die die Vergaser Ventile und oder Brennraum reinigen sollen.
Aber einfach teuren Sprit verbraten? Solange dein Motor rennt, rausgeschmissenes Geld, meine Meinung! Fahren undfreuen das Du KEIN hochoktanigen Sprit tanken musst! :mrgreen:
Gruß Peter

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Waldi69
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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von Waldi69 » 18 Jun 2017 12:06

Ich habe mal gehört das man auch einen Schuß Zweitaktöl nehmen kann.
Das sollen angeblich viele Otldtimer auch bekommen.
Getestet habe ich es aber noch nicht.

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m.w.
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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von m.w. » 18 Jun 2017 18:53

Manche glauben auch, das Magnete an der Kraftstoffleitung die "Kraftstoffmoleküle" ausrichten und es dann eine (gradlinigere???) Verbrennung gibt und sie damit Sprit sparen würden..

Religion ist keine Demokratie! Der Oberpriester bestimmt!. Und bei Esso, Shell und co ist das das klingeln der Kasse..

Das effektivste: Zylinderkopf abschrauben, mit rosa Flanellläppchen alles innen gut putzen !

Ciao,Marcus

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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von Riviera » 18 Jun 2017 19:10

Mit den hochoktanigen Kraftstoffen hast du keine
Reinigungswirkung zu erwarten. Wenn dein Motor richtig alt und verkokt sein sollte, könntest du mit speziellen Aditiven versuchen zu reinigen. Dann tritt dafür öfter erhöhter Ölverbrauch auf.
Also wenn dein Motor ordentlich läuft, einfach freuen und fahren!

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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von DReck » 18 Jun 2017 20:05

Ich tanke diese teure Plörre, da ich die DR's nicht so oft bewege. Davon setzen sich die Kraftstoffdüsen nicht so schnell zu. wenn das Mopped mal länger rumsteht.

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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von gummikuhfan » 18 Jun 2017 20:18

DReck hat geschrieben:Ich tanke diese teure Plörre, da ich die DR's nicht so oft bewege. Davon setzen sich die Kraftstoffdüsen nicht so schnell zu. wenn das Mopped mal länger rumsteht.
Wer sagt das?

Höheroktaniger Sprit springt schlechter an, als niederoktaniger. Ist ja logisch, er soll ja eine höhere Klopffestigkeit haben.
Gruß

Jürgen us Kölle

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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von m.w. » 18 Jun 2017 20:28

Kraftstoffdüsen?
also die Düsen und Bohrungen im Vergaser?

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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von EifelRider99 » 19 Jun 2017 05:05

Alles klar vielen dank für euere Antworten und Meinungen! :D
Gruß Felix

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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von DReck » 19 Jun 2017 05:12

[quote="gummikuhfan"
Höheroktaniger Sprit springt schlechter an, als niederoktaniger. Ist ja logisch, er soll ja eine höhere Klopffestigkeit haben.[/quote]

Schlechter anspringen tut das Motorrad mit dem höheroktanigem Sprit nicht. Eine erhöhte Klopffestigkeit ist aber richtig. Das heisst, das sich das Gemisch erst bei höherem Drücken und Temperaturen selbst entzündet als das normale Super-Benzin. Durch Fremdzündung (Zündkerze) verbrennt es ganz normal. Es enthält weniger hochflüchtige Bestandteile, die sich sonst beim Super aus der Schwimmerkammer verflüchtigen. Es bleibt dann ein zündunwilliger Rest im Vergaser übrig, der dann gerne einen Belag auf den Messingdüsen hinterlässt und somit die Düsen zusetzt. Darum müssen so viele Vergaser ins Ultraschallbad.

Die letzten beiden Tankfüllungen vor der Winterpause sollten von der teuren Plörre sein. Oder man lässt den Sprit aus der Schwimmerkammer ab, aber wer macht das tatsächlich?

twostroke
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Re: Eine Tankladung zum reinigen?

Beitrag von twostroke » 19 Jun 2017 10:45

Moin!

Zu dem Thema hat sich Dodo im Nachbarforum lang und breit ausgelassen. Der Versuch in der Praxis blieb aber bisher aus. http://dr-650.net/viewtopic.php?f=13&t=635

Nachdem ich angefangen habe diverse Alt-Mopeds wieder aufzuschrauben (aufpolieren darf jemand anders, mir ist nur die Technik wichtig) hab ich auch schon diverse solche Fälle von Rückständen in Schwimmerkammern gesehen. Nicht schön und für die Düsen bestimmt nicht gut wenn man bedenkt dass die Öffnung der Leerlaufdüse je nach Moped irgendwo im Bereich von 0,5mm plusminus liegt. Wenn sich da nur ein Krümelchen querlegt weils da so gemütlich ist merkt man das.

Der Vorteil vom "Supersprit" ist halt der fehlende Bio-Anteil. Dadurch ist das Benzin wohl nicht mehr so reaktionsfreudig in Kombination mit Metallteilen.

Aber: Bei längerer Standzeit empfiehlt es sich imho immer die Schwimmerkammer zu leeren. Das ist doch kein Akt: Ablassschraube leicht raus, Sprit ablassen (altes T-Shirt drunter, hat einen Ähnlichen Effekt wie eine Auffangwanne), wieder zudrehen und gut.... Wem die Zeit zu viel ist der investiert diese halt im Frühjahr beim Vergaser-reinigen.

Gruss Dominik

Edith sacht: Es ging ja gar nicht um Düsen sondern um den Brennraum. Dafür brauchts keinen Supersprit um den zu reinigen. Geringste Mengen Wasser sind da völlig ausreichend. Man nehme eine Sprühflasche mit Wasser und Sprühe wenig Wasser in den Ansaugkanal bei laufendem Motor. Natürlich ohne Filter. Das soll Verkokungen lösen. Ich stehe dieser Methode aber kritisch gegenüber weil: Wenn so eine Verkokung am Kolben oder dem Kopf oder dem Ventil sich löst, wo bröselt die denn dann hin? Klar, ein Teil wird mit dem Abgasstrom mitgerissen, aber es ist nicht unwahrscheinlich dass ein Rest im Brennraum bleibt und sich nach Murphys Gesetz zwischen Kolben und Zylinderwand setzt. Und ob das so toll ist....
Mein Motor spricht in Psalmen zu mir:
"Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein!"

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